Lokales

Die unendliche Geschichte

Platzgestaltung sorgt weiter für Diskussionen im Gemeinderat

Die Gestaltung des Rathausplatzes beschäftigt den Schlierbacher Gemeinderat nun schon seit bald zwei Jahren.

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Volkmar schreier

Schlierbach. Immerhin konnten sich die Ratsmitglieder nun auf die Ausführungsplanung für das Gelände rund um das Rathaus einigen und die Gemeindeverwaltung mit der Ausschreibung der Arbeiten beauftragen. Doch ganz erledigt ist das Thema noch nicht: Strittig ist nach wie vor die Ausgestaltung des Ab schlusses der Treppe zum Kreuzungsbereich hin.

Eigentlich ist so weit alles geklärt: Der Rathausplatz erhält als Ersatz für den bisherigen altersschwachen Betonpflasterbelag neue Granitplatten, wie sie bereits auch in den Gehwegen im neu gestalteten Kreuzungsbereich vor dem Rathaus verbaut sind. Die Treppe vom Rathaus zum Kreuzungsbereich soll ebenfalls verlängert und dem Straßenverlauf angepasst werden.

Darüber hinaus sieht die aktuelle, von Stadtplaner Manfred Mezger in der Sitzung präsentierte Ausführungsplanung am nördlichen Ende der Treppe als Abschluss ein Podest vor, auf dem einmal eine Skulptur oder eine Figurengruppe den Platz beleben soll. Die Schwierigkeiten dabei: Bis heute ist nicht geklärt, wie denn die gewünschte Skulptur aussehen wird. Grund genug für einige Räte, die Podestlösung wieder infrage zu stellen.

So hat sich beispielsweise August Leins von den Freien Wählern die Frage gestellt, ob man das Podest nicht einfach weglassen könnte: „Mir ist da so eine Idee durch den Kopf geschossen“, meinte er. Seiner Vorstellung nach könnte die Treppe dann einfach zum Rathaus hin auslaufen, was, so Leins, den offenen Charakter des Platzes wieder herstellen würde. Auch sein Fraktionskollege Jörn Feldsieper sprach sich dafür aus, die Treppe einfach auslaufen zu lassen.

Ein Gedankenspiel, dem Planer Mezger nicht viel abgewinnen konnte, denn um die Treppe auslaufen zu lassen, müsste auch in den bereits fertig gestellten Gehweg wieder eingegriffen werden, um den notwendigen Höhenausgleich herzustellen. Problematisch sei der Vorschlag auch aus gestalterischer Sicht: „Ohne eine Skulptur fehlt ihnen dann der Abschluss“, so der Fachmann und erinnerte daran, dass der neu gestaltete Platz auch in der dritten Dimension wirken müsse.

Markus Emmert von der CDU hingegen wollte die Diskussion nicht nochmals aufrollen. Schon jetzt sei sehr viel Beratungszeit für das Thema aufgewendet worden. „Wir sollten das Paket nicht mehr aufschnüren, sondern in Gänze beschließen“, plädierte er dafür, zügig in die Umsetzung zu gehen. Immerhin, so erläuterte Mezger, muss nicht sofort über Aussehen und Größe der Skulptur entschieden werden. Denn eine endgültige Vergabe der Arbeiten sei frühestens im Juni möglich, Baubeginn also nicht vor Juli. Insofern bleibe dem Gremium noch etwas Zeit für diese Entscheidung.

Bürgermeister Paul Schmid kündigte an, in der kommenden Sitzung des Technischen Ausschusses einen Vorschlag zu unterbreiten. Der Gemeinderat beschloss letztendlich einstimmig, die Ausführungsplanung zu genehmigen und die Bauarbeiten auszuschreiben.