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Die Verkehrszunahme fällt geringer aus als prognostiziert

Nach einer in Ötlingen bereits durchgeführten Verkehrszählung konnten den Mitgliedern des Technischen Ausschussses des Kirchheimer Gemeinderats nun auch die Ergebnisse einer am 26. Juli in Weilheim und Jesingen durchgeführten Erhebung vorgestellt werden. Die prognostizierte Zunahme des Verkehrs blieb nach Auswertung der Zahlen auch hier hinter den "gefühlten" Erwartungen zurück.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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KIRCHHEIM Planungsamtsleiter Dr. Oediger fasste in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Technischen Aussschusses des Kirchheimer Gemeinderats die Ergebnisse der am 26. Juli von 6 bis 22 Uhr durchgeführten Zählung am Knoten Vordere Straße, Neue Weilheimer Straße und Kirchstraße zusammen. Wie bereits in Ötlingen habe auch die nun in Weilheim und Jesingen durchgeführte Ermittlung des aktuellen Verkehrsaufkommens keinen Nachweis einer signifikanten Erhöhung des Anteils des Schwerlastverkehrs erbracht, lautete sein Fazit. Zwar habe sich der Verkehr insgesamt im Vergleich zu der 1997 durchgeführten Zählung erhöht, doch wäre auch diese Zunahme geringer ausgefallen als prognostiziert.

Während die aktuelle Zählung zur Ermittlung des Durchgangsverkehrs in der Jesinger Ortsdurchfahrt von 6 bis 22 Uhr währte, wurde am 15. Juli 1997 nur von 15 bis 19 Uhr gezählt, wodurch sich ein insgesamt nur vierstündiger direkter Vergleichszeitraum ergibt. Insgesamt erbrachte die aktuelle Zählung ein Aufkommen von 413 Fahrrädern und 14 215 Kraftfahrzeugen, wovon 768 Fahrzeuge der Kategorie Schwerlastverkehr zuzuordnen sind, was einem Anteil von 5,4 Prozent entspricht.

In dem direkt vergleichbaren Vier-Stunden-Zeitraum von 15 bis 19 Uhr wurden 122 Fahrräder und 4 631 Kraftfahrzeuge gezählt, wobei 217 oder 4,69 Prozent der Fahrzeuge dem Schwerlastverkehr zuzuordnen waren. Bei der vor acht Jahren durchgeführten Zählung wurden 4 502 Fahrzeuge gezählt, wobei der Anteil des Schwerlastverkehrs bei 172 Fahrzeugen oder 3,82 Prozent lag.

Um diese Zahlen direkt mit der aktuellen Erhebung vergleichen zu können, müssen sie auf das Jahr 2005 hochgerechnet werden. Die Verkehrsentwicklungsplanung, die auf den Zähldaten von 1997 beruht, geht dabei von einer Zunahme des Kfz-Verkehrs von 24 Prozent bis zum Jahr 2015 aus. Für den Schwerlastverkehr wird kein Prognosefaktor angegeben, doch prognostiziert der Verband Region Stuttgart im Rahmen der Untersuchungen zum Regionalverkehrsplan eine Zunahme des Schwerlastverkehrs in Höhe von 40 Prozent für einen Jahreszeitraum von 15 Jahren an.

Wird von diesen Annahmen ausgegangen, wären 4 954 Kraftfahrzeuge zu erwarten gewesen, wobei 206 Fahrzeuge auf den Schwerlastverkehr entfallen wären. Während sich die Zahl der Fahrzeuge des Schwerlastverkehrs um elf erhöhte, wurden aktuell 323 Fahrzeuge weniger gezählt als prognostiziert waren.