Lokales

Die Vorbereitungen laufen an

KREIS ESSLINGEN Mögliche Kooperationspartner erhalten von der Suchtprophylaxe des Landkreises in den kommenden Wochen entsprechendes Infomaterial. "Die bundesweite Aktionswoche bietet eine hervorragende Möglichkeit, Themen und Aktionen rund um den verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol vor Ort wirkungsvoll in eine breitere Öffentlichkeit zu bringen", so Dieter Krug, Sozialdezernent.

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Ziele der maßgeblich von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), der Bundesdrogenbeauftragten und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem ZDF getragenen bundesweiten Aktionswoche (15. bis 18. Juni) sind die Reduzierung des Alkoholkonsums, eine Vergrößerung des Bewusstseins für die Problematik, die Überwindung der Stigmatisierung von Menschen mit Alkoholproblemen und eine breite Diskussion über einen verantwortlichen Alkoholkonsum.

Für die bundesweite Aktionswoche sind für einzelne Tage verschiedene Schwerpunktthemen vorgesehen, die als Anregung für ähnliche Aktionen vor Ort dienen: Am 15. Juni ist das bundesweite Thema "Jugend- und Schülerparlament: Jugendliche und Schüler debattieren in den Rathäusern" und "Wir gehen raus! Suchtberater besuchen Arztpraxen und Apotheken" vorgesehen. Am 16. Juni sollen Selbsthilfegruppen in den Kaufhäusern über Sucht informieren. Um die "Lange Nacht der alkoholfreien Getränke" und "Diesmal: Kein Alkohol! Auch nach dem Sport alkoholfrei" geht es am 16./17. Juni. Am Sonntag, 17. Juni, soll Sucht Thema in den Sonntagspredigten werden. Am 18. Juni sind Vorträge in den Hochschulen geplant und betriebliche Aktionen "Alkoholfreier Arbeitsplatz".

Dass Handlungsbedarf in Sachen Alkoholkonsum besteht, ist offenkundig: Etwa 1,7 Millionen Menschen gelten in Deutschland als alkoholabhängig, bei 1,7 Millionen Menschen liegt ein Alkoholmissbrauch vor, 10 Millionen betreiben einen riskanten Konsum. Immer häufiger ist über Alkoholexzesse gerade bei Jugendlichen bis zum Koma-Trinken zu hören. Jedes vierte Gewaltdelikt und jeder dritte Verkehrsunfall wird unter Alkohol begangen. Das Einstiegsalter ist von 15 auf 13 Jahre zurückgegangen. 20 000 Kinder werden aufgrund des Alkoholkonsums der Mutter jedes Jahr mit Behinderungen geboren. Mit der Bundessuchtwoche soll eine Diskussion über ein von Verantwortung geprägtes Leitbild in der Gesellschaft für den Umgang mit Alkohol in der Öffentlichkeit und in der Familie angestoßen werden.

Informationen gibt es auf der Himepage www.suchtwoche.de. Bei bei einer Beteiligung an der Bundessuchtwoche mit Aktionen im Landkreis Esslingen informiert das Landratsamt Esslingen, Suchtprophylaxe, 07 11/39 02-2571, E-Mail: Kloes.Elke@Landkreis-Esslingen.de

pm