Lokales

Die Werkrealschule kommt

Schlierbach gründet mit Nachbarkommunen Schulverband „Westliche Voralb“

Vom kommenden Schuljahr an wird die Schlierbacher Hauptschule zur Werkrealschule. Das Regierungspräsidium hat den Anträgen der Gemeinden Schlierbach, Albershausen, Aichelberg, Hattenhofen und Zell, ihre Schüler künftig in einer gemeinsamen Werkrealschule zu unterrichten, zugestimmt.

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Volkmar Schreier

Schlierbach. Die Werkrealschüler der fünf Gemeinden müssen in Zukunft verstärkt mit dem Bus fahren: In Schlierbach werden künftig die Schüler aus Schlierbach und Albershausen in den Klassen fünf bis sieben unterrichtet, die Schüler dieser Klassenstufen aus den Gemeinden Hattenhofen, Zell und Aichelberg gehen dann in Zell zur Schule. Die Klassen acht bis zehn werden ab dem kommenden Schuljahr gemeinsam in Albershausen unterrichtet. Nur so kommt die neue Schule auf die notwendige Schülerzahl, um die letzten Klassenstufen ab der achten Klasse mehrzügig anbieten zu können.

Für die jetzigen Achtklässler der Schlierbacher Hauptschule wird sich nichts mehr ändern. Sie können ihre Hauptschulzeit noch wie gewohnt in Schlierbach zu Ende bringen und werden auch im neunten Schuljahr noch in Schlierbach unterrichtet. Die jetzigen Siebtklässler hingegen werden im kommenden Schuljahr dann bereits in Albershausen zur Schule gehen. Gleichzeitig wird es für die künftigen Werkrealschüler in Schlierbach auch ein offenes Ganztagsbetreuungsangebot geben.

Damit die neue Werkrealschule auch tatsächlich Wirklichkeit werden kann, müssen die beteiligten Gemeinden allerdings noch einen gemeinsamen Schulverband gründen. „Wir haben gemeinsam eine Verbandssatzung gebastelt“, berichtete Bürgermeister Paul Schmid in der jüngsten Gemeinderatssitzung und bekam von den Räten einmütig grünes Licht. Erst wenn alle Gemeinden der Satzung des Schulverbands „Westliche Voralb“ zugestimmt haben, kann der Verband offiziell gegründet und als Schulträger installiert werden. Die Gründungsversammlung soll, so die Planung, bereits am 13. April stattfinden.

Klarheit herrschte im Schlierbacher Ratsrund auch darüber, wer neben dem Bürgermeister die beiden anderen Vertreter sein werden, die die Gemeinde in die Verbandsversammlung entsenden wird: Für die CDU wird dies Marco Emmert sein, für die Freien Wähler Björn Engelhardt. Als Stellvertreter benannte der Gemeinderat Sabine Hiedels (FUW) und Carmelo Scaffidi (CDU).

Für Bürgermeister Paul Schmid fängt die Arbeit in Sachen Schule nun aber erst an. „Für mich ist es mit der offiziellen Gründung der Werkrealschule nicht getan – nun muss die Schule auch mit Leben gefüllt werden.“ Der Rathauschef denkt hier beispielsweise an Kooperationen mit den örtlichen Firmen, um den zukünftigen Werkrealschülern durch eine enge Zusammenarbeit und Betriebspraktika bessere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu eröffnen.