Lokales

Die zwei Gefühlswelten des VfL

Freud und Leid liegen bei den Verbandsligamannschaften der Kirchheimer Sportkegler weiterhin eng beisammen: Während die Männer des VfL ihre Tabellenführung mit einem 5250:5182-Erfolg beim BKSV Stuttgart-Nord verteidigten, wird für die Frauen nach der bitteren 2387:2585-Niederlage beim SV Weidenstetten die Abstiegsgefahr immer konkreter.

STUTTGART Gegen die stark abstiegsgefährdeten Stuttgarter stellte der VfL Kirchheim gleich zu Beginn durch Wolfgang Halama mit der Tagesbestleistung von 993 Leistungspunkten die Weichen auf Sieg. Da er mit diesem herausragenden Ergebnis seinem Kontrahenten Ondrej Lichtner (862) nicht den Hauch einer Chance ließ, fiel es nicht mehr ins Gewicht, dass neben ihm Joachim Deuschle mit den Stuttgarter Plattenbahnen überhaupt nicht zurecht kam und mit bescheidenen 823 Punkten gegen Thomas Dworski (884) das Nachsehen hatte.

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Mit 70 Kegeln Vorsprung konnte das Kirchheimer Mittelpaar beruhigt ins Spiel gehen. Hier hatten beide Spieler gleichfalls Schwierigkeiten mit dem Bahnmaterial. Markus Stark erkämpfte sich ordentliche 890 Holz, während Uwe Jauss bei mäßigen 858 hängen blieb. Trotzdem wuchs der Vorsprung auf uneinholbare 150 Kegel, da die Stuttgarter Enrico Grunert (829) und Alfred Müller (839) selbst hier nicht mithalten konnten. In Anbetracht des großen Vorsprungs ließen die Kirchheimer Schlussspieler die Zügel etwas schleifen. Michael Hoi mühte sich noch auf 868 Punkte, während Herbert Dambaur ligauntaugliche 818 ablieferte.

Für die erste Frauenmannschaft des VfL wird es im Abstiegskampf immer bedrohlicher: Beim SV Weidenstetten gab es mit 2387:2585 eine weitere deutliche Niederlage. Lediglich Cornelia Stark (421) und Heike Schubert (418) konnten mit ihren Gegnerinnen einigermaßen mithalten. In Anbetracht von sechs Vierhundertern der Gastgeberinnen waren die teils schwachen Ergebnisse von Anita Deuschle (400), Antonia Hoi (398), Sandra Friedrich (366) und Monika Zechner/Martina Hoi (gesamt 384 Punkte) deutlich zu wenig, um in der höchsten württembergischen Liga bestehen zu können. Wiederholt zeugt das Abräumverhältnis von 860:683 bei 19:42 Fehlwürfen vom diesjährigen Problem der Kirchheimer Frauen in der Verbandsliga.

In der Frauen-Bezirksliga konnte die Reservemannschaft des VfL gegen Frei-Holz Mosbach mit 2421:2273 einen Heimerfolg vermelden. Für die Entscheidung sorgte bereits im Startpaar die überragend aufspielende Sigrun Grolig mit 442 Holz neben Sybille Winter mit ordentlichen 385, die für einen Vorsprung von 117 Punkten sorgten. Da für Kirchheim auch die restlichen Ergebnisse durch Dagmar Frey (411), Carina Grolig (408), Karin Mayerhöffer (394) und Heide-Rose Stiffel (381) durchweg solide ausfielen, geriet der deutliche Sieg nie in Gefahr. Mit 8:12 Punkten und dem achten Tabellenrang bleibt das Mittelfeld somit in Reichweite.

Die zweite Männermannschaft des VfL Kirchheim setzte mit 5225:5136 gegen den GSC Ludwigsburg ihren Siegeszug in der Kreisliga Stuttgart fort und bleibt ohne Verlustpunkte Spitzenreiter. Entscheidend hier die guten Leistungen von Ingo Breunle (911), Peter Leitner (893) und Reno Eichhorst (891). Aber auch die eher mäßigen Ergebnisse von Vinko Lovric (858), Norbert Kotz (840) und Helmut Hitz (832) reichten aus, die Ludwigsburger bis zum letzten Spielabschnitt auf Distanz zu halten.

Für die "Dritte" gab es beim SV Mettingen IV mit 2350:2464 nichts zu erben. Da mit Heinz Merkl (400), Alfred Merkl (396), Thomas Ristl (395), Simon Hoi (392 LP), Lars Grolig (388) und Herbert Hoi (379) alle Kirchheimer deutlich unter ihrem Leistungsvermögen blieben, war der klare Sieg der Gastgeber verdient. Die vierte Mannschaft des VfL machte es bei Rot-Weiß Stuttgart-Nord mit 2284:2371 nicht besser. Lediglich Emil Fritz (413), Horst Grolig (407) und Lars Grolig (392) überzeugten auf Kirchheimer Seite.

hd