Lokales

Diskussionswürdiges Remis

Der VfL Kirchheim und der TSV Wolfschlugen III haben sich im Spitzenspiel der Handball-Bezirksklasse nach einem wahren Handballkrimi mit 24:24 (11:13) getrennt.

KIRCHHEIM Die Teckstädter überraschten den bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer aus Wolfschlugen mit einer sehr offensiv ausgerichteten Abwehrreihe, die den Spielaufbau des TSV im Keim zu ersticken versuchte. Dies gelang stellenweise auch. Doch auf Dauer waren die erfahrenen TSVW-Routiniers natürlich nicht aufzuhalten.

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Beim Stand von 7:6 für den VfL folgte eine kleine Serie der Gäste und Kirchheim sah sich mit 7:9 im Hintertreffen. Dieser Rückstand wurde aber vom VfL zum 9:9 egalisiert. Doch die Teckstädter ließen wieder ein wenig abreißen (10:13), kamen aber noch vor der Pause auf zwei Tore heran. Nach Ablauf der ersten 30 Minuten verwandelte Tim Hybl noch einen direkten Freiwurf zum 11:13-Pausenstand.

In der zweiten Halbzeit hielt Wolfschlugens Führung bis zur 40. Minute, ehe der VfL beim 16:16 erstmals wieder ausgeglichen hatte. Es entwickelte sich jetzt ein offener Schlagabtausch, der bis zum Schlusspfiff anhalten sollte. Die kräftezehrende Abwehr des VfL funktionierte weiter recht gut, allerdings tat man sich im Angriff auch schwer, den Ball im Tor unterzubringen die Führung wechselte hin und her.

Die letzten Minuten boten den Zuschauern dann Hochspannung. Das 23:22 des VfL glichen die Gäste aus und setzten noch das 23:24 drauf. Doch der VfL konterte zum 24:24. Knapp 60 Sekunden verblieben noch auf der Uhr, die "Hexenbanner" waren in Ballbesitz. Die VfL-Abwehr lieferte jetzt Schwerstarbeit, um den Gegentreffer zu verhindern. Dann ein Pfiff der Unparteiischen zugunsten des VfL die Schiedsrichter ahndeten ein Stürmerfoul des TSV. Der VfL führte den Freiwurf schnell mit einem langen Pass auf den davoneilenden Timo Schafhitzel aus, der den Ball zum 25:24 einnetzte.

Der Jubel beim VfL und dessen Anhang war riesengroß, aber nur von kurzer Dauer. Wieder ein Pfiff: Dieses Mal aber vom Kampfgericht, das das Spiel (mittlerweile 25 Sekunden vor Ende) unterbrach. Grund: Schafhitzels Treffer wurde nicht anerkannt, da (angeblich) kurz vor dem Stürmerfoul von Wolfschlugen deren Trainer die grüne Karte zur Auszeit auf den Zeitnehmertisch legte, es aber keine Unterbrechung durch das Kampfgericht gab.

Das Spiel wurde nach einigen Diskussionen mit Ballbesitz für Wolfschlugen beim Stand von 24:24 fortgesetzt.

Das Zittern ging weiter, die Kirchheimer kämpften in der Abwehr unentwegt, unterbrachen den Spielfluss bei jeder sich bietenden Möglichkeit und verhinderten so den Siegtreffer der Gäste der Punkt war gerettet.

mp

VfL Kirchheim:

Hamann, Härterich Pradler (1), Weber, Latzel (5), Schafhitzel (1), Keller (5), Müller (2), Schulenburg (5/1), Banzhaf, Hybl (4/2), Mikolaj (1), Richter.