Lokales

Donauwellen ungesüßt

Eine deftige 27:17 (14:9)-Niederlage mussten die Lenninger Landesliga-Handballerinnen am Wochenende gegen die SG Ulm&Wiblingen einstecken. Nach dem Spiel blieb die Erkenntnis: Ulm gehört zu den Spitzenteams der Liga.

ULM Mit nur zwei Ersatzspielerinnen musste die SG Lenningen an die Donau reisen, da sich Julia Hörsch im Training den Finger gebrochen hatte. Jeanette Ulmer konnte wegen einer Knochenhautentzündung zudem nur sporadisch eingesetzt werden. Zwei entscheidende Handicaps, die bei den Lenningerinnen den nötigen Biss vermissen ließen. Zu zaghaft und unentschlossen agierte die Mannschaft. Das deutlich ausgeglichenere Team stellten die Gastgeber.

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Ulm hatte vor allem deshalb leichtes Spiel, weil den Gästen in der Vorwärtsbewegung zu viele einfache Fehler unterliefen. Ein Dutzend Gegenstoßtore resultierten daraus. Nach einer Viertelstunde lag die SGL bereits mit 2:10 zurück. Äußerst mühsam musste sich die Nothwang-Sieben ihre Tore erkämpfen. Die Hauptlast dabei trug Sarah Timar. Völlige Funkstille herrschte auf den Außenpositionen. Ulm dagegen war auf der linken Angriffsseite schwer zu bremsen. Nicole Nemeth trieb mit ihren variablen Würfen ihre Mannschaft an.

Nach dem Wechsel ein kurzes Aufflackern bei der SGL, der drei Tore in Folge zum 10:16 gelangen. Doch die Ulmerinnen, mit einem satten Torepolster im Rücken, wurden immer selbstsicherer und bauten ihre Führung auf 24:12 aus. Lenningen zerbrach an zu vielen Einzelaktionen und ließ bei den wenigen Kontermöglichkeiten den Überblick vermissen. Als die Gastgeberinnen eine kurze Verschnaufpause einlegten, bewies Sarah Timar mit drei Treffern nochmals ihre Torgefährlichkeit. Alle Korrekturversuche von Trainer Markus Nothwang bei zwei Auszeiten waren vergeblich. Seine Spielerinnen waren an diesem Abend einfach nicht "Online."

döl

Ulm&Wiblingen:

Julevic, Selek; Nicole Nemeth (8), Endlich (6), Nadine Nemeth (4), Nußbaumer (3), Korelic (3), Korn (2), Hermann (1), Götz, Wörner.SG Lenningen:

Hahn; Timar (10/2), Kuch (2), Schweikert (2), Blocher (1), Emmenegger (1), Sliwka (1), Baermann, Ulmer.