Lokales

"Doppelorchester" unterhielt seine Gäste

Das Akkordeonorchester im Gesangverein Liederkranz Unterlenningen feierte mit einem Jubiläumskonzert sein 30-jähriges Bestehen in der vollbesetzten Unterlenninger Turn- und Festhalle.

LENNINGEN Das Akkordeonorchester hatte sich für die Moderation etwas Besonderes einfallen lassen. Zu den von Melita Kovacic vorgetragenen Texten wurden durch Christian Bäurle die passenden Bilder per Beamer an die Wand geworfen. Das Orchester unter der bewährten Leitung von Elisabeth Duroska begann sein Programm mit drei Stücken, die der erste Dirigent Alfred Rommel in den Jahren 1975 bis 1985 einstudiert hatte. Zum Auftakt erklang der Marsch "Im Züri-Oberland". Danach folgte der Bolero "Cecilia" und zum Abschluss die Melodienfolge "Urlaub am Bodensee". Diese Titelauswahl zeigte, dass man vor 30 Jahren die traditionelle Musik bevorzugte.

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Durch die Übergabe des Taktstocks im Jahre 1985 an Peter Finkbeiner änderte sich auch die Auswahl der Musikstücke. Außer Märschen, Walzern und Polkas zogen nun auch Swing, Musical- und andere Melodien in das Repertoire der Akkordeonspieler ein. Zwei der Lieblingstitel aus der Zeit von 1985 bis 1998 wurden präsentiert. Zum einen das Potpourri "Classic Modern" und zum anderen die Zigeunerfantasie "Gipsy Sound".

Es folgte der Auftritt des gemischten Chors des Liederkranzes. Da dieses Jahr das Akkordeon im Mittelpunkt stand, hatte der Chor einen etwas kürzeren, doch gelungenen Auftritt. Die Dirigentin Elisabeth Geißelhart hatte mit den fünf vorgetragenen Stücken "Wir feiern gerne Feste", "Gib dem Tag dein Lachen", "Wirf die Sorgen über Bord", "Zeig uns, wo die Sonne wieder scheint" und "Lied unser Band" eine gute Auswahl getroffen. Die Zuhörer honorierten die Liedbeiträge mit anhaltendem Applaus.

Nun waren die kleinsten Akkordeonspieler an der Reihe. Jugendleiterin Claudia Raichle hatte mit der Kiddy-Band, bestehend aus Max Klopfer, Rebecca Bischof und Marlen Metzger, den Titel "Freude, schöner Götterfunken" einstudiert. Die Nachwuchsspieler absolvierten ihren Auftritt mit Bravour und waren sichtlich stolz über das Erreichte, spielen sie doch erst seit gut einem halben Jahr auf dem Akkordeon. Unterstützt wurden sie bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt vom Jugendensemble, das dann auch im Pogramm als nächstes an der Reihe war. Ebenfalls unter der Leitung von Claudia Raichle kamen die Titel "I just called to say I love you", "Lovely Mozart" und "My Way" zu Gehör, letzteres mit Sologesang von Lidia Globokar. Ohne Zugabe konnten die Jugendlichen die Bühne nicht verlassen. Karin Hagmeier und Jochen Bodtländer sorgten mit Bass und vierter Stimme für den richtigen Background.

Im Anschluss war das erste Orchester noch mal an der Reihe. Als 1999 Elisabeth Duroska die Leitung von Peter Finkbeiner übernommen hatte, wurden die Musikstücke noch etwas anspruchsvoller. Bei der "Free World Fantasy", dirigiert von Gabor Duroska, wurde das ganze Können der einzelnen Stimmen gefordert. Mit einem Potpourri der Gruppe "Les Humphries", das von Claudia Raichle dirigiert wurde, gelang ein furioses Ende des ersten Programmteils. Bevor es mit dem zweiten Teil weiterging, sorgten Petra Bäurle, Ute Raab und Jochen Bodtländer mit einem Sketch für Abwechslung.

Was dann im zweiten Teil auf die Besucher zukam, war bisher einmalig und gleichzeitig der Höhepunkt des Abends. Mit den Freunden vom HHC Stuttgart-Gablenberg hatten die Musiker ein Gemeinschaftsorchester mit rund 45 Spielern gebildet. Da Dirigentin Elisabeth Duroska beide Orchester leitet, war die Sache eigentlich ganz einfach.

In zwei gemeinsamen Proben wurde das von jedem Orchester Geübte zusammengebracht und für das Konzert verfeinert. Das erste Stück war ein Medley aus dem weltbekannten Musical "West Side Story". Danach ging es mit rasantem und teilweise auch ruhigem Tempo weiter.

Das Stück "Intercity", angepfiffen durch den Schaffner Thomas Ristl, war an der Reihe. Aus dem Musical Cats war dann der Titel "Macavity" zu hören. Zum krönenden Abschluss folgte das von Paul Ryan komponierte Stück "Eloise". Auf die geforderte Zugabe waren die Spieler auch vorbereitet und präsentierten den Titel "Puppet on a string".

Einen Tag später fand dann noch das Freundschaftstreffen "Rund um die Alb" in Unterlenningen statt. Die Orchester aus Hülben, Hochwang, Donnstetten und Unterlenningen boten vor zahlreichen Besuchern ein abwechslungsreiches, unterhaltsames Programm. Somit ging für die Akkordeonabteilung des Unterlenninger Liederkranzes ein gelungenes, aber auch arbeitsintensives Wochenende zu Ende.

jb