Lokales

"Drunter und Drüber" mit Hepsisauer Chören

Im Mittelpunkt des gemeinsamen Herbstkonzerts der Hepsisauer Chöre in der örtlichen Gemeindehalle stand der Humor. Männerchor und Kirchenchor hatten in die Gemeindehalle geladen und boten einem begeisterten Publikum ein "buntes musikali-sches Allerlei".

Das Programmblatt des Herbstkonzerts von Hepsisauer Männerchor und Kirchenchor zeigte eine rasante Fahrt auf der Achterbahn. Das Motto war Programm. Zwei Stunden lang nahmen die Hepsisauer Sängerinnen und Sänger ihr Publikum mit auf eine fröhliche Berg- und Talfahrt der Melodien und Gefühle. Etwa 180 Gäste konnte der Vorsitzende des 31-köpfigen Männerchors, Roland Braun, begrüßen. Unter der Führung von Chorleiterin Thirza Deterding setzte der Männerchor eine langjährige Tradition fort und präsentierte sein Können dem Publikum im Rahmen eines Herbstkonzerts. Aus der Not geboren war die Idee des "Drunter und Drüber" entstanden, hatte man doch in den zurückliegenden Monaten Werke aus sehr unterschiedlichen Stilrichtungen einstudiert. So spannte der Männerchor, selbstbewusst und nicht ohne Augenzwinkern, einen breiten und vielfarbigen Bogen unter dem Etikett "musikalisches Allerlei". Gemeinsam mit dem Kirchenchor, unter der Leitung von Konstanze Schuberth, und mit der beachtlichen Solo-Stimme von Viola Hoferlich, trug passend zur Jahreszeit und mit überzeugender Geste herbstliche Lieder, irische Segenswünsche und vertonte Gedichte der Romantik vor. So kam im gemeinsamen Konzert ein bunter Reigen von Melodien zustande, der von besinnlicher Kirchenmusik und romantischen Weisen über unbeschwerte gängige Volkslieder bis hin zu deftigen humoresken Einlagen und skurrilen Sketchen a la Karl Valentin reichte.

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"Von allem etwas" gab es für die Gäste, die diesen abwechslungsreichen Mix mit großer Begeisterung aufnahmen. Bei den Liedern "Von den blauen Bergen kommen wir" und "Im Frühtau zu Berge" waren sie aufgerufen mitzusingen und ließen sich nicht lange bitten.

Abwechslungsreichtum prägte nicht nur die musikalische Bandbreite, sondern auch die Darbietungsformen. Chorgesänge wechselten mit verschiedenen Solo-, Duo-, Trio- und Quartetteinlagen. Alfred Giebel begeisterte mit einem Solo-Stück von Karl Valentin. Thirza Deterding und Berhard Birk boten, vierhändig am Klavier, Ausschnitte aus der kleinen Nachtmusik von Mozart und dem Radetzky-Marsch von Johann Strauß dar.

Hervorzuheben auch die jazzigen Darbietungen der Combo: Johannes Schöpfer am Saxofon, Werner Steiert an den Bongos und Berhard Birk am Klavier. Thirza Deterding spielte Saxofon bei dem von Dieter Runk mit Bravour vorgetragenen Chanson "Sei mal verliebt".

Thematisches Zentrum der Aufführung war die "Kleine Lachmusik" von Willy Trapp, eine Humoreske für Männerchor und Klavier. Hier kam das Hauptanliegen des Männerchors auch in den Texten zum Ausdruck: "Freut Euch bei dieser Lachmusik, lacht mit uns, hahaha! Manches was uns drückt und kränkt, schwindet schneller als man denkt" und "wir wollen Menschen Freude bringen!". Beim Abschied beschworen Männerchor und Kirchenchor im letzten gemeinsam vorgetragenen Lied eine Freundschaft, die Grenzen durchbricht. Die Chöre boten ein Konzert, das den Funken aufs Publikum überspringen ließ und Freude verbreitete. Es scheint, als habe sich der Männerchor die Umsetzung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die heilsamen Auswirkungen der Lachens und des Humors auf die Fahnen geschrieben. Die Sänger sorgten jedenfalls für eine vergnügliche Stimmung, die auch nach dem Konzert noch lange anhielt, als im Saal das von den Sängerfrauen vorbereitete Essen gereicht wurde.

rs