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"Dulde keine Egoismen mehr"

KIRCHHEIM Also doch: Die Kicker des VfL Kirchheim können gegen ein Spitzenteam der Verbandsliga nicht bestehen zumindest noch nicht.

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Beweis dafür: die 0:2-Heimniederlage gegen die TSF Ditzingen. Dabei waren die Gäste an der Jesinger Allee nicht gerade ein "Überteam". Aber immerhin clever genug, um den Sieg heim zu schaukeln. Die Ditzinger haben sich zu Beginn der Saison gut verstärkt. Nicht nur ein neuer Hauptsponsor wurde gefunden, sondern mit Andreas Kocijan auch eine brandgefährliche Offenivkraft. Der 25-Jährige kam von der SG Schorndorf, war in der letzten Saison erfolgreichster Torschütze der Verbandsliga.

Hochkarätige Neuzugänge kann im Gegensatz dazu der VfL Kirchhem bislang nicht vermelden. Aber es ist ja eine alte Leier an der Jesinger Allee: "Ohne Moos nichts los." Der Kader in dieser Saison ist ziemlich begrenzt. Ob doch noch ein Spieler in den nächsten acht Tagen verpflichtet werden kann, steht weiter sprichwörtlich in den Sternen. Am 31. August, endet die Wechselfrist. Der sportliche Leiter Norbert Krumm: "Wir haben immer die Möglichkeit, auf unser Junioren-Team zurückzugreifen." Die U18 wird trainiert von Günter Baisch der laut Krumm "genau unsere Philosophie" vertritt. So gesehen passte ins Bild, dass VfL-Keeper Norman Volber, eben ein Eigengewächs, nicht zur vereinsintern zur Nummer eins aufstieg, sondern gegen Ditzingen am Samstag auch hielt, was was zu halten war.

Kritische Worte fand VfL-Trainer Michael Rentschler nach der Niederlage: "Ich stelle mich wieder vor die Mannschaft aber nur zum Teil." Weiter: "Die jungen Spieler haben einen hohen Anspruch, reden immer von Ober- und Regionalliga. Ich werde künftig keine Egoismen im Spiel mehr dulden. Es muss das Verständnis geweckt werden, dass es nur in der Zusammenarbeit geht, dann kann man auch erfolgreich Fußball spielen."

Ab sofort wird beim VfL wieder in die Hände gespuckt . . .

ee