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"Duli" als stolzer Käpt'n

Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Oliver Kurz auf der Sportanlage am Weingartenberg waren Spieler, Trainer, Funktionäre und die Kirchheimer Fans zufrieden.

KLAUS-DIETER LEIB

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Es war unterm Strich ein hartes Stück Arbeit, bis der Sieg unter Dach und Fach gebracht wurde. Was der sportliche Leiter

Norbert Krumm

bestätigte: "Es ist immer schwer, das erste Spiel bei einem Aufsteiger zu bestreiten." Damit feierte der VfL Kirchheim einen gelungen Start in die neue Verbandsliga-Saison. Mit

Andreas Mayer

von den A-Junioren schaffte es nur ein Neuzugang in die Startelf, was den sympathischen 19-Jährigen besonders freute und noch nicht einmal überraschte: "Ich habe mir Hoffnungen gemacht, dabei zu sein und gute Chancen ausgerechnet."

Ein richtig strahlendes Gesicht machte Archontis "Duli" Siopidis nicht nur wegen des Sieges, sondern weil der 28-Jährige den verletzten Mario Grimm als Mannschaftskapitän vertreten durfte: "Ich bin stolz darauf, Kapitän zu sein und es war eine Ehre für mich, die Mannschaft auf das Feld führen zu dürfen." Einen gelungenen Einstand feierte auch Neuzugang Ali Kütri. Nach seiner Einwechslung gelang dem etwas übergewichtig wirkenden Stürmer fünf Minuten später der entscheidende Treffer zum 3:1. Was Trainer Michael Rentschler besonders freute: "Der Ali arbeitet glänzend mit und hat in der Vorbereitung schon acht Kilo abgenommen." Obwohl der ehemalige Frickenhausener nicht zu den Anfangsaufläufern zählte, war dieser noch nicht einmal unzufrieden: "Ich habe das mit Trainer Rentschler so abgesprochen."

Ebenfalls ein zufriedenes Gesicht machte VfL-Trainer auf der anschließenden Pressekonferenz, obwohl die fußballerische Klasse seiner Mannschaft etwas zu wünschen übrig ließ. Der Grund zur Freude war nur der eingeplante Sieg, denn der Kirchheimer Übungsleiter hatte schon im Vorfeld klargestellt, dass er das erste Spiel in Gärtringen unbedingt gewinnen wolle. Was letztendlich auf Grund der größeren Cleverness gelungen ist: "Ich denke, je länger das Spiel gedauert hat, umso mehr hat sich unsere spielerische Klasse durchgesetzt." Gärtringens Coach Martin Oßwald bestätigte: "Wir hatten uns zwar einiges vorgenommen, aber mit dieser Niederlage viel Lehrgeld bezahlt."

Dazu musste der gebeutelte Neuling mit Torjäger Philipp Braun, Bernd Hauer, Frank Huber und Trainer Oßwald gleich auf vier Leistungsträger verzichten. Vor allem der Gärtringer Trainer, der sich bei einem Blitzturnier eine schwere Kopfverletzung zugezogen hatte, wurde vermisst. Oßwald: "Ich kann noch nicht sagen, ob und wann ich wieder Fußball spielen kann."

Neben dem VfL hatte auch der ehemalige Kirchheimer Trainer Giuseppe Forzano, in Gärtringen fachkundiger Zaungast, Grund zur Freude: Dessen Donzdorfer Team hatte am Samstag die Spvgg. Ludwigsburg überraschend 1:0 geschlagen, notierte nun als "Spion in eigener Sache" eifrig VfL-Details für das bevorstehende Derby und verteilte schon mal die Rollen: "Mit diesem Kader müssen die Kirchheimer einfach vorne mitspielen."