Lokales

Dunkle Arrestzellen und Narrenhäuslein

BEUREN Übeltäter hatten früher zumeist kurze Wege in die Gefängniszelle. Wo Ortsgefängnisse einst untergebracht waren, wie die Arrestzellen ausgestattet waren, darum geht es am kommenden Sonntag ab 11 Uhr in dem Vortrag "Von Narrenhäuslein, Arrestzellen und Ortsgefängnissen" im Freilichtmuseum in Beuren.

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Dr. Erich Viehöfer, Leiter des Strafvollzugsmuseums Ludwigsburg, wird Einzelheiten des Strafvollzugs ab dem 16. Jahrhundert bis etwa 1960 erläutern. Nicht ungelegen kommt da, dass auch im Freilichtmuseum eine Arrestzelle im Rathaus Häslach zu besichtigen ist. Sie bietet den Ausgangspunkt für die Ausführungen über Unterbringung und Ausstattung der Ortsgefängnisse und Arrestzellen. Fotografien veranschaulichen die Geschichte der Gefängnisse Südwestdeutschlands. In dem Vortrag geht es nicht nur um die Örtlichkeiten, sondern auch um die Akteure von damals. So wird etwa der Frage nachgegangen, wer eingesperrt wurde, welche Delikte mit Arrest bestraft wurden oder welche Aufgabe Polizeidiener oder Dorfbüttel hatten. Außerdem verfolgt der Referent, wie es mit der Nutzung der Räume nach dem Ende der Ära der Ortsgefängnisse um 1960 weitergegangen ist.

pm