Lokales

Dynamik am Arbeitsmarkt hält an

Der konjunkturelle Aufschwung und ein milder Winter bringen Dynamik auf den Arbeitsmarkt: mit einem Rückgang um 419 (dies sind 2,1 Prozent) Arbeitslose im Vergleich zum Vormonat waren im Monat März 19 181 Arbeitslose bei der Agentur und den beiden Job-Centern registriert. Im Februar waren es noch 19 600. Von den insgesamt 19 181 Arbeitslosen sind 7 055 im Landkreis Göppingen, und 12 126 im Landkreis Esslingen gemeldet.

GÖPPINGEN "Durch den anhaltend milden Winter blieb der saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit über den Winter nahezu vollständig aus. Die Verbesserung zum Frühjahr, die sonst meist im März oder April einsetzt, hat in diesem Jahr bereits im Februar begonnen und sich jetzt weiter fortgesetzt. "Ich rechne damit, dass die Arbeitslosigkeit auch in den folgenden Monaten weiter zurückgehen wird", zieht Heidrun Schulz, die Leiterin der Göppingen Agentur für Arbeit, Bilanz.

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9 878 Personen, knapp die Hälfte der gemeldeten Arbeitslosen, gehören zum Rechtskreis Sozialgesetzbuch II (SGB II). Im Vergleich zum Vormonat sind bei den Job-Centern des Landkreises Göppingen jetzt 57 oder minus 1,6 Prozent weniger Arbeitslose gemeldet: insgesamt sind es 3 508. In den Job-Centern des Landkreises Esslingen ist die Zahl mit neun Arbeitslosen oder plus 0,1 Prozent auf 6 370 leicht gestiegen.

Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, liegt im Monat März bei 4,8 Prozent dies ist ein Prozentpunkt niedriger als im Februar. Im März des Vorjahres lag sie mit 6,0 Prozent noch deutlich höher. Die Quote des Landkreises Göppingen liegt bei 5,4 Prozent mit der Hauptagentur in Göppingen bei 5,5 und der Geschäftsstelle in Geislingen bei 5,0 Prozent.

VerbesserungenDie Quote bei den Geschäftsstellen des Landkreises Esslingen (Esslingen: 4,8 Prozent; Kirchheim: 4,6; Leinfelden-Echterdingen: 3,5 und Nürtingen: 4,7) liegt bei 4,5 Prozent. Mit Ausnahme der Geschäftsstelle Esslingen, bei der die Quote um 0,1 Prozentpunkte gestiegen ist, haben sich die Quoten in den Geschäftsstellen verbessert, im Bezirk der Hauptagentur in Göppingen und der Geschäftsstelle Kirchheim sogar um 0,2 Prozentpunkte.

Nachdem die Arbeitslosigkeit im Bezirk weiter zurückgegangen und sich der positive Trend weiter verfestigt hat, ist auch der Bestand an offenen Stellen, Indikator für einen dynamischen Arbeitsmarkt, sehr positiv: 6 217 freie Arbeitsstellen wurden von den Verwaltungen und Betrieben im Bezirk gemeldet und standen den Vermittlerinnen und Vermittlern der Agentur und der Job-Center für die Integration arbeitsloser Menschen zur Verfügung. Dies sind 104 oder 1,7 Prozent mehr als im Februar, und 2 327 oder 59,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

"Das Verhältnis der Arbeitslosen zu den offenen Stellen ist jetzt viel günstiger als im Vorjahr. Bei 6 217 zu besetzenden Arbeitsplätzen und 19 181 Arbeitslosen konkurrieren rein rechnerisch gesehen etwa drei Arbeitslose um eine Stelle. Im März 2006 war die Situation mit sechs Arbeitslosen auf eine Stelle noch deutlich schwieriger", erläutert Heidrun Schulz.

Unterscheidet man die Stellen nach ihrer Art, so stehen auf dem Arbeitsmarkt an ungeförderten Stellen also freie Arbeitsplätze, die ohne Einbeziehung geförderter Stellen wie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM), von Personal-Service-Agenturen (PSA) angeboten wurden oder Arbeitsgelegenheiten nach dem Sozialgesetzbuch II im gesamten Bezirk im März 5 507 gemeldete Arbeitsplatzangebote für die Vermittlung zur Verfügung. Zu diesen Arbeitsplätzen kommen weitere 710 geförderte Stellenangebote; darunter sind 692 sogenannte Arbeitsgelegenheiten (1-Euro-Jobs). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr wird mit rund 2000 Stellen überwiegend aus dem ungeförderten Bereich getragen.

KurzarbeiterDurch die gesetzliche Änderung zum Saison-Kurzarbeitergeld erscheinen die Zahlen zur Kurzarbeit vierteljährlich. Die Zahlen für das I. Quartal 2007 werden voraussichtlich im April vorliegen und von der Agentur bekannt gegeben.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit vollzieht sich im März bei fast allen Personengruppen. Lediglich bei den Jüngeren unter 25 Jahren hat mit einem Plus von 16, und bei den Schwerbehinderten mit einem Plus von 17 Arbeitslosen eine sehr moderate Zunahme stattgefunden.

Der deutlichste Rückgang war bei den Langzeitarbeitslosen zu verzeichnen, also den Arbeitslosen, die schon ein Jahr und länger ohne Arbeit sind: ihre Zahl hat sich um 312 (4,6 Prozent) von 6 768 im Februar auf 6 456 im März reduziert. Dies macht rund ein Drittel aller Arbeitslosen aus. Bei den Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, sind jetzt 121 oder 2,3 Prozent weniger gemeldet als im Vormonat; insgesamt sind dies noch 5 196 Ältere (im Februar waren es 5 317).

pm