Lokales

Effizienz steht oben

Das Thema "Energieeffizienz" steht derzeit ganz oben auf der Tagesordnung. Die effiziente Nutzung von Energie beziehungsweise das Energiesparen sind zentraler Baustein zur Sicherung der Energieversorgung in der Zukunft. "Strom sparen lohnt sich", meint dazu Michael Hennrich, Bundestagsabgeordneter der CDU.

NÜRTINGEN "Trotz der derzeitigen Entspannung auf den internationalen Energiemärkten sollte langfristig niemand davon ausgehen, dass die Energiepreise wieder sinken. Deshalb ist der Einsatz energiesparender Beleuchtung und das Meiden von Stand-by-Betrieb nicht nur energie- sondern auch kostensparend," appelliert der Nürtinger CDU-Bundestagsabgeordente. Es zahle sich also für jeden aus, in seiner Wohnung oder seinem Haus nach "Stromfressern" zu suchen. Dadurch lasse sich ein erheblicher Betrag einsparen. Mit einer schaltbaren Steckerleiste können mit einem Knopfdruck auch mehrere Geräte vom Netz getrennt und wieder eingeschaltet werden, so Hennrich weiter.

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Beim Kauf neuer Geräte solle immer auf den EU-Energieaufkleber geachtet werden, der den Energieverbrauch des Gerätes anzeigt. Die Energieeffizienz-Klasse "A" stehe für einen niedrigen, "G" für einen hohen Verbrauch. "Sparsamere Geräte könnten zwar manchmal in der Anschaffung etwas teurer sein. Allerdings werden diese zusätzlichen Kosten über die Betriebsdauer des Gerätes schnell wieder reingeholt", weiß Hennrich.

"Wettbewerb" ist für den CDU-Abgeordneten ein Schlüsselthema in der Energiepolitik. Damit eine gesunde Konkurrenz entsteht, will die Union laut Informationen des Bundestagsabgeordneten die Verbraucherseite im Energiemarkt stärken. Bereits seit mehreren Jahren können private Haushalte den Stromversorger wechseln. Bislang machen aber nur fünf Prozent von diesem Recht auf Wechsel Gebrauch. Hennrich: "Zu wenig, um den Wettbewerb im Energiemarkt zu entfachen." Dabei tummeln sich im Endkundenbereich mehr als 900 Anbieter: Von neuen bundesweiten Anbietern über Ökostromanbieter bis hin zu lokalen Versorgern, die ihr Angebot auf andere Regionen ausweiten.

Auch im Gasbereich finden erste neue Anbieter auf den Markt. Michael Hennrich: "Die Kündigungsfrist von bisher einem Jahr ist auf einen Monat verkürzt worden, wer umzieht, kann sogar schon nach zwei Wochen aus seinem Grundtarif aussteigen." Die Politik setze den Rahmen für einen funktionierenden Wettbewerb und stärke so die Wahlfreiheit des Kunden. Durch dessen marktbewusstes Verhalten belohne er den kostengünstigsten oder umweltfreundlichsten Anbieter und schaffe so einen wichtigen Anreiz zum Wettbewerb unter den Energieversorgern.

pm