Lokales

Ehrenamtliche im Blickfeld

Jetzt aber ran: Noch bis Freitag, 22. Juli, werden Bewerbungen für den Ehrenamtspreis "Starke Helfer" angenommen, den die Stiftung Kreissparkasse und der Teckbote gemeinsam ausgeschrieben haben. Gefragt sind alle Initiativen und Bemühungen, die sich in irgendeiner Weise um Nachbarschaft verdient machen.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM Hilfe beim Einkaufen, Unterstützung bei Sprachkursen, gemeinsame Feste, Ausflüge und andere Aktivitäten, aber auch vieles mehr können sich hinter dem breiten Begriff "Netzwerk Nachbarschaft" verbergen. Denkbar sind auch nachbarschaftliche Beziehungen zwischen Stadtteilen, Städten, Dörfern, Kirchengemeinden oder anderen Einrichtungen. Wichtig ist, dass Nachbarschaft in heutigen Zeiten kein Begriff ist, der allzu eng gefasst werden muss.

Der Ehrenamtspreis würdigt dementsprechend Freiwilligen-Projekte und Engagierte, die zu einer besseren Nachbarschaft im weiteren Sinne und einem neuen Gemeinschaftsgefühl im Wohnumfeld beigetragen haben. Ihr Einsatz soll anderen Interessierten Mut geben, ebenfalls aktiv zu werden. Engagement, das im Verborgenen stattfindet, soll so ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.

Voraussetzung für die Teilnahme am Ehrenamtspreis, der im Verbreitungsgebiet des Teckboten mit insgesamt 4000 Euro dotiert ist, ist jedoch zunächst einmal die Bewerbung. Um Spätentschlossenen und allen Teams, die sich noch intern abstimmen müssen, auch noch eine Chance zur Bewerbung einzuräumen, ist die Frist verlängert worden: Annahmeschluss ist am Freitag, 22. Juli. Also nichts wie ran an die Schere, beiliegenden Coupon ausschneiden, das Projekt der Wahl beschreiben und ab damit zum Teckboten in die Alleenstraße.

Vorschlagen kann man sich selbst, die eigene Gruppe, eine andere Person oder aber auch ein Team. Voraussetzung ist, dass ehrenamtlich Beispielhaftes im Bereich der Nachbarschaft geleistet wird.

"Netzwerk Nachbarschaft: Zusammen leben Nachbarschaft neu entdecken" lautet der ausführliche Titel des Preises. Hintergrund ist die zunehmende Vereinsamung des modernen Menschen in heutiger Zeit. Lebte man früher oft bis zum Tod in einem Ort, so ist heutzutage Mobilität gefordert. Wohnortwechsel sind selbstverständlich. Die Kehrseite der Medaille ist eine zunehmende Entwurzelung. Zum neuen Wohnort gibt es oft keinen inneren Bezug.

Doch die Sehnsucht nach Gemeinschaft, Anteilnahme und Geborgenheit wächst. Anstelle der Gemeinschaft, in die man früher hinein geboren war, wird heute Gemeinschaft bewusst gestaltet. Immer mehr Menschen arbeiten daran, Neulinge in bestehende nachbarschaftliche Strukturen zu integrieren, Anwohner miteinander in Kontakt zu bringen, ausländische Mitbürger zu integrieren und einsamen Kindern Unterstützung zu bieten.

Aus den bis Montag eingereichten Projekten ermittelt eine Jury, der auch Landrat Heinz Eininger, Schirmherr des Preises, Teckboten-Verleger Ulrich Gottlieb und Professor Heinz Schilling vom Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ehtnologie der Frankfurter Goethe-Universität angehören, die Hauptpreisträger auf regionaler Ebene. Gleiches geschieht im Bereich der weiteren vier Lokalzeitungen im Kreis Esslingen. Die regionalen Preisträger haben im Anschluss die Möglichkeit, auf Bundesebene den Bürgerpreis zu erhalten. Bundestagsabgeordnete übernehmen die Patenschaft.

Weitere Informationen gibt es über die Homepage des Teckboten unter www.teckbote.de oder aber bei der Kreissparkasse, www.ksk-es.de. Also denn: Ab die Post.