Lokales

Eiche und Brennholz sehr gefragt

Von einem "sehr erfreulichen Jahr" berichtete Revierförster Daniel Rittler, als er im Finanz- und Verwaltungsausschuss die Bilanz des Forstwirtschaftsjahrs 2005 vorstellte. Das Plus von 37 000 Euro wird sich 2006 zwar nicht wiederholen lassen. Dennoch hofft Oberforstrat Walter Hegelau, der die Ausschussmitglieder über das laufende Jahr informierte, "auf einen kleinen Überschuss".

ANDREAS VOLZ

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KIRCHHEIM Kaum Sturmholz und relativ wenig Borkenkäferholz sorgten Daniel Rittler zufolge im Kirchheimer Stadtwald für das gute Ergebnis des Jahres 2005. Auch einiges an Dürreholz bei Buche und Lärche, was auf die kargen Sommer 2003 und 2004 zurückzuführen ist, wirkte sich kaum negativ auf die Bilanz aus. Mit 37 000 Euro weist diese einen beachtlichen Überschuss auf.

"Wir haben mehr Holz gemacht als üblich", begründete Revierförster Rittler das positive Ergebnis. 6 600 Festmeter seien eingeschlagen worden. Bei 1 300 davon handelte es sich um Eiche Stammholz, was derzeit am meisten Geld bringe. Auch den Brennholzmarkt bezeichnete Rittler als "sehr gut". Die 1 450 Festmeter seien komplett verkauft worden. Die gleiche Masse sei als Flächenlose zur Verfügung gestanden. Für die Heizenergie, die aus dem Kirchheimer Brennholz gewonnen wurde, wären etwa 820 000 Liter Heizöl nötig gewesen, hat Daniel Rittler berechnet.

Doch selbst wenn der Brennholzpreis mit den Energiekosten weiter ansteigt, gab Walter Hegelau seit der Verwaltungsreform Sachgebietsleiter Ost im Forstamt des Esslinger Landratsamts zu bedenken, dass die Wertschöpfung auf dem Brennholzmarkt nicht so groß ist. Die "oberen Buchenpreise" von einst könnten dadurch nicht ersetzt werden. Der Vorteil im Kirchheimer Stadtwald bestehe aber darin, dass eine gute Mischung vorhanden sei und somit die jeweilige Nachfrage jederzeit bedient werden könne wie eben derzeit beim Eichenholz.

Der Betriebsplan für 2006 sieht einen Einschlag von 5 000 Festmetern vor, die Hälfte davon im Talwald. Ein zweiter Schwerpunkt ist der Bergwald. Geringere Holzmengen fallen aber im gesamten Stadtwald an. Bei den Holzarten steht Laubholz im Vordergrund. Wegen der großen Nachfrage ist wieder sehr viel Eiche vorgesehen. Der Finanz- und Verwaltungsausschuss hat den Plan einstimmig abgesegnet.

Zum Waldzustand sagte Walter Hegelau, dass das Trockenjahr 2003 die Bäume sehr gestresst habe und dass seither zudem noch viele Schädlinge aufgetaucht seien. Am meisten leide die Buche unter den Folgen der heißen Sommer.