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Ein Armutszeugnis Zur Artikel "Geothermie ...

Ein Armutszeugnis

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Zur Artikel "Geothermie Karl Zimmermann widerspricht Landes-SPD Die Förderung läuft weiter", im Teckboten vom 10. Mai und dem Leserbrief ""Wahrlich ein Rohrkrepierer", im Teckboten vom 12. Mai:

Im Wettbewerb um die größtmögliche Unterstützung für erneuerbare Energie ist die CDU-Politik nicht geeignet. Wer auf immer längere Laufzeiten von Kernkraftwerken setzt die neue Umweltministerin spricht von 50, ihr Vorgänger von 40 Jahren versäumt die notwendigen Anstrengungen zur Alternative.

Das Forum zur Nutzung der Geothermie in Dettingen ist von mir nicht angegriffen worden, allerdings die Art, wie Förderung im Land betrieben wird. Der Bund hat sich aus den reinen Wärmeerzeugungsprodukten mit seiner Förderung herausgezogen, weil der Bund immer nur Anstoß- und keine Dauerförderung gibt. Im Übrigen wurde in den 16 Jahren unter Kohl weniger Förderung für alternative Energie ausgegeben wie unter Rot-Grün in einem halben Jahr. Durch Förderung und gesetzliche Maßnahmen haben sich alternative Energieanlagen daher in den letzten Jahren auch vervierfacht. Die Einstellung erfolgte auch nicht kommentarlos, sondern wurde ersetzt durch Förderung anderer regenerativer Energiegewinnung. Dauerförderung und nachfolgende Förderung aber ist Ländersache. Da hat nun die CDU/FPD-Landesregierung sich fünf Jahre Zeit gelassen, bis sie endlich ein kleines Förderprogramm hinkriegt, um es dann zwei Monate später mit ungewissem Ausgang wieder zu kassieren. Dass der Landtagskollege so heftig reagiert, zeigt ja, dass ich mit meiner Aussage vom Rohrkrepierer ins Zentrum getroffen habe. Das 100 000 Dächer-Solar-Programm, das die Rot-Grüne Bundesregierung im Anschluss an Geothermie und Solarnutzung zur Wärmegewinnung aufgelegt hatte, ist vor allem den mittelständischen Betrieben und Privatleuten zugute gekommen, wie jedermann leicht sieht, der durch unsere Städte und Gemeinden fährt. Nicht der Bund ist in der Pflicht, sondern das Land, nicht die Großindustrie profitiert durch die Bundesförderung sondern gerade der so genannte Normalverbraucher.

Im Übrigen kommen 95 Prozent der Fördermittel für alternative Energiegewinnung im Land vom Bund und nur 5 Prozent sind Landesmittel. Ein Armutszeugnis.

Carla Bregenzer, MdL

Kirchheim, Marktstraße

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