Lokales

Ein Ausbau ist derzeit nicht in Sicht

„Parken und Mitfahren“ ist an der Autobahnmeisterei Kirchheim überaus erfolgreich

Das „P+M“-Programm gibt es in Baden-Württemberg schon seit über 20 Jahren. Dass „P+M“ die Abkürzung für „Parken und Mitfahren“ ist, weiß vielleicht nicht jeder. Aber dass es Vorteile bringt, Autos stehen zu lassen und Fahrgemeinschaften zu bilden, scheint sich immer mehr herumzusprechen: Der P+M-Parkplatz an der Kirchheimer Autobahnmeisterei zumindest platzt aus allen Nähten.

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Andreas Volz

Kirchheim. Wer an der Bundesstraße 465 die Autobahnmeisterei an der Anschlussstelle Kirchheim-Ost ansteuert und beabsich­tigt, dort einen der begehrten Pendlerparkplätze zu benutzen, der muss früh aufstehen. Das bestätigen regelmäßige P+M-Nutzer aus eigener Erfahrung, wie aus der untenstehenden Umfrage hervorgeht.

Das Modell, das die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg 1986 ins Leben gerufen hatte, erweist sich also als ausgesprochen lebensfähig. Die explodierenden Energiekos­ten könnten zudem dafür sorgen, dass „Parken und Mitfahren“ in Zukunft noch beliebter und damit auch noch erfolgreicher wird. Für den P+M-Parkplatz an der Autobahnmeisterei Kirchheim, der jetzt schon zu klein und zu eng ist, bedeutet das, dass er eher früher als später erweitert werden müsste.

Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die Zuständigkeit ist auf unterschiedliche Behörden in Bund und Land verteilt. Bereits im November 2004 hatte der damalige baden-württembergische Verkehrsminister Stefan Mappus im Landtag auf eine Kleine Anfrage zum Thema „P+M“ allgemein geantwortet: „Trotz mehrerer Vorstöße der Länder lehnt der Bund eine Baulastverpflichtung für derartige Parkplätze ab und ist lediglich bereit, in seinem Besitz befindliche Flächen zur Verfügung zu stellen und eine einfache Befestigung zu finanzieren.“

Im speziellen Fall könnten die Nutzer an der Autobahnmeisterei nun sicherlich auch mit „einfachen Befestigungen“ leben, wenn es denn mehr Stellplätze gäbe. Aber problematisch sind eben auch die Besitzverhältnisse. So hieß es damals in der ministerialen Antwort weiter: „In den Fällen, in denen der P+M-Platz von einer Bundesstraße aus angefahren werden muss bzw. müsste, ist eine Erweiterung bzw. ein Neubau nur dann möglich, wenn die hierfür erforderlichen Grundstücke im Besitz des Bundes sind.“

Für das Bauen einer Parkplatzerweiterung sei die Straßenbauverwaltung innerhalb des Regierungspräsidiums zuständig, sagte David Bösinger, Pressesprecher beim Regierungspräsidium Stuttgart, auf telefonische Anfrage des Teckboten. Momentan sei in dieser Hinsicht für den Parkplatz an der Autobahnmeisterei Kirchheim aber nichts geplant: „Da müssten wir den Bedarf erst einmal genau untersuchen.“

Von welcher Behörde die Initiative dazu ausgehen müsste, hat sich trotz mehrerer Nachfragen bislang allerdings nicht ermitteln lassen. Vielleicht geht es aber aus den Akten hervor. Nach Auskunft von David Bösinger ist der Parkplatz nämlich vor acht Jahren von 35 auf 55 Stellplätze erweitert worden. Was damals funktioniert hat, müsste ja auch heute noch klappen können – sobald der Bedarf sachlich richtig ermittelt ist.