Lokales

Ein Dritter im Bunde

Heinz Hertler will Owener Bürgermeister werden

Der Zweikampf um den Chefsessel im Owener Rathaus ist zum Dreikampf geworden: Heinz Hertler aus Filderstadt hat jetzt seine Bewerbung eingereicht. Nach Verena Wiedmann und Markus Rehm ist er der dritte Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 21. September.

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Andreas Volz

Owen. Seit 1995 ist der 46-jährige Heinz Hertler als Verwaltungsbeamter beim Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg am Regierungspräsidium Stuttgart tätig. Beim Regierungspräsidium und an der Verwaltungsschule in Stuttgart hatte er zuvor auch eine Ausbildung zum Verwaltungsbeamten im Mittleren Dienst absolviert.

Zuvor war der gelernte Zentralheizungs- und Lüftungsbauer zwölf Jahre lang bei der Bundeswehr im Sanitätsdienst tätig, als Sanitäts- und als Narkosefeldwebel. Hilfseinsätze führten ihn in den Iran sowie in jüngster Zeit – jeweils im Rahmen von Wehrübungen im Sanitätsdienst der Bundeswehr – für mehrere Monate in den Kosovo, nach Bosnien und nach ­Afghanistan.

Diese Einsätze haben Heinz Hertler nachhaltig geprägt. Zu seiner potenziellen Qualifikation als Bürgermeister sagt er deshalb: „Ich halte mich für geeignet, weil ich in vielen sehr schwierigen Situationen bewiesen habe, dass man etwas bewegen kann. Ich bin eher ein Macher, weniger ein Theoretiker.“ Bürgernähe ist ihm deshalb besonders wichtig. Politik müsse „von Bürgern für Bürger“ gemacht werden. Folglich hält der geschiedene Filderstädter, der sich seit 1976 beim Roten Kreuz engagiert, auch nichts von „Pauschalantworten“, mit denen Bürger immer wieder auf Ämtern abgespeist würden, denn: „Jeder Fall ist ein Einzelfall.“

Dass er seine Unterlagen erst vier Wochen nach Beginn der Bewerbungsfrist eingereicht hat, erklärt der gebürtige Stuttgarter Heinz Hertler damit, dass er „relativ spät“ auf die Ausschreibung gestoßen sei und sich die Bewerbung danach reiflich überlegt habe. Nun will sich der neue Kandidat erst einmal mit den aktuellen Themen in Owen vertraut machen. Eines weiß er aber jetzt schon: „Owen ist ein wunderschönes Städtle, das es zu bewahren, zu erhalten und zu schützen gilt.“ Ab Mitte August will sich Heinz Hertler intensiv im Wahlkampf engagieren, wobei er betont: „Ich bin guten Mutes.“ In nächster Zeit hat er auch vor, mit den Vereinen Kontakt aufzunehmen. Per Internet stellt er sich dagegen nicht vor.

Alle Kandidaten auf einmal können die Owener übrigens am Freitag, 5. September, kennenlernen. Dieser Tag ist für die öffentliche Bewerbervorstellung in der Teckhalle vorgesehen. Vielleicht weitet sich der jetzige Dreikampf bis dahin noch einmal aus: Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 25. August, um 18 Uhr.