Lokales

Ein Faible für Jagen, Ausflüge und Fast Food

Bei Familienleben und Freizeitverhalten gibt es einige Unterschiede zwischen den USA und Deutschland: So gehen Amerikaner in ihrer Freizeit gerne jagen und essen zu Hause oft Fast Food.

Einen Kulturschock kann man es nicht gerade nennen, aber die Schülerinnen und Schüler des Kirchheimer Schlossgymnasiums mussten sich schon etwas umstellen, was das Familienleben anging. In Idaho ist die Mehrheit der Bevölkerung mormonisch und somit sind dort die meisten Familien sehr groß. Das heißt, dass eine Familie etwa sechs- bis achtköpfig ist. Trotzdem ist das Familienleben weniger ausgeprägt als in Deutschland, da die Eltern lange arbeiten und die Kinder den ganzen Tag in der Schule verbringen. Das liegt daran, dass es in der Schule viele sportliche Aktivitäten, wie etwa Football, Volleyball, Cheerleading, sowie musikalische Angebote , wie etwa Chor und Bands, gibt. Somit kann man fast alle Hobbys in der Schule ausüben.

Das einzige, wofür das nicht gilt, ist das Jagen. Das ist in Idaho sozusagen ein Familienhobby, das gemeinsam in der übrigen Freizeit betrieben wird. Oft hängen Jagdtrophäen in den Wohnzimmern und in einer Familie genießt es der Gastvater, wenn deutsche Austauschschülerinnen beim Anblick eines riesigen Elchkopfs mit Glasaugen die die Vorbeilaufenden zudem verfolgen einen gehörigen Schreck bekommen.

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Das häufigste Vorurteil der Deutschen gegenüber den Amerikanern wurde bestätigt: Die meisten Amerikaner schauen wirklich fast den ganzen Tag fern und essen viel Fast Food. Nur selten wird gemeinsam zuhause gegessen, und wenn doch, dann läuft normalerweise nebenher der Fernseher.

Viele Familien besuchen am Wochenende Verwandte oder Freunde in anderen Städten, unternehmen Ausflüge in Nationalparks oder gehen gemeinsam ins Kino oder zum Bowling.