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Ein feierlich bis schwungsvolles Programm

OWEN Ein Adventskonzert auf hohem Niveau gab die Gesangsklasse von Aylish Kerrigan der Musikschule Owen mit Unterstützung des

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GÜNTER EYB

Querflötenensembles unter Leitung von Rainer Frank in der evangelischen Kirche in Owen.

Das vielseitige interessante Programm umfasste traditionelle Weihnachtsmelodien, klassische und zeitgenössische Werke zum Thema sowie Spirituals. Eröffnet wurde das Programm von Nina Meißner, Alt, mit "O Heiland, reiß die Himmel auf", in dem sie Hoffnung hörbar machte, gefolgt von "Es sungen drei Engel" in einer neuen Bearbeitung des irischen Komponisten Bodley, mit klaren Tönen gesungen von Anne Lisa Wiesinger. Die Botschaft von "Erquicktes Herz, sei voller Freuden" von Telemann konnte man recht wörtlich nehmen in dem beeindruckenden Vortrag von Sandra Dangel, Mezzosopran. Rainer Strohwald, Bariton, sang "In the Bleak Winter" von dem englischen Komponisten Gustav Holst mit viel Ausdruck und angenehmem Timbre. Das darauffolgende Weihnachtslied aus Kentucky "Hush my babe" wurde von Romina Wörz mit inniger Empfindung gesungen. Mit Verständnis für Inhalt und Stil und großartiger Sopranstimme sang anschließend Martina Hanßum "Corpus Christi Carol" des bekannten englischen Komponisten Benjamin Britten, gefolgt von Ines Riewes einfühlsamem Vortrag von "Uns ist geboren" von Max Reger.

Neue Akzente setzte die Einlage des Querflötenensembles mit zwei Melodien aus der Schweiz und Frankreich mit musikalischer Präzision und außergewöhnlichen Klangfarben. Es folgten "Die Könige" von Peter Cornelius, gesungen von Rainer Strohwald und Sissilia Stieglmeier mit ihrem Vortrag von Hugo Wolfs "Führ mich, Kind, nach Bethlehem", wobei sie stilistisch und stimmlich hohes Niveau bewies. Ebenfalls ein Höhepunkt des Programms waren die Duette, deren erstes, "Laudamus te" von Vivaldi beeindruckend gesungen wurde von Ingrid Vogel, Sopran und Katharina Sigel, Mezzosopran, die auch im anschließenden "Mache auf, werde Licht" von Jürgen Becker-Foss mit stimmlicher und musikalischer Eleganz glänzte. Ein weiteres Duett, "Du Tochter Zion, freue Dich sehr" von Dedekind sangen Martina Hanßum und Sandra Dangel mit Intensität, die den Funken der Freude aufs Publikum überspringen ließ.

Mit seinem zweiten Vortrag "Allegro" von James Hook, stellte das Querflötenensemble nochmals sein spielerisches und musikalisches Könen unter Beweis. Sissilia Stieglmeier gelang eine weitere Steigerung in "Slumber Song of the Madonna" von dem bekannten amerikanischen Komponisten Samuel Barber. Carolina Bross, Alt, folgte mit "I Wonder As I Wander", einem Weihnachtslied aus den Appalachen. Die Reihe von Spirituals wurde eröffnet von Ines Riewes jubelndem "Behold That Star", gefolgt von Nina Meißners hinreißendem Vortrag von "I Know the Lord's Laid His Hands On Me" und "The Gospel of Grace", gesungen von Anne Lisa Wiesinger, spritzig und lässig zugleich. Romina Wörz sang "Deep River" mit viel Gefühl. In "Sometimes I Feel Lika A Motherless Child" brachte Carolina Bross die Empfindung der Einsamkeit und Verlorenheit überzeugend zum Ausdruck. Als letztes Spiritual sang Sissilia Stieglmeier "Joshua 'fit the Battle of Jericho" termperamentvoll mit viel Ausdruck und voluminöser Stimme. Den Sprung zurück zur klassischen Musik machten Martina Hanßum und Katharina Sigel mit ihrem Duett "O Holy Night" von Adolph Adam, welche sie mit wahrlich weihnachtlichem Glanz interpretierten. Es folgte "Eine Weihnachtsmusik" von Martin Frey, ein Zusammenschnitt bekannter Weihnachtsmelodien, mit strahlender Stimme vorgetragen von Ingrid Vogel. Den Abschluss des Programms bildete das Spiritual "Didn't My Lord Deliver Daniel", gesungen von der gesamten Gesangsklasse, wobei die Sänger sich im Kreis um das Taufbecken bewegten wie Sklaven in Ketten und so das Gefühl der Verbundenheit und der Hoffnung zum Ausdruck brachten.

Der Vortrag wurden mit tosendem Applaus angenommen. Wesentlichen Anteil am Niveau und Erfolg des Programms hatte auch die vorbereitende Zusammenarbeit der Schüler mit der Schauspielerin Hede Beck im Bereich der Bühnenpräsentation, ebenso die großartige Arbeit bei der Klavierbegleitung von Noemi May, die es bestens verstand, auf alle Schüler und Stile einzugehen. Eine Bereicherung war auch Martin Hermanns kreative Begleitarbeit mit der Blockflöte, bei der er großes Verständnis der Barockmusik bewies und mit schönen, stilgerechten Verzierungen und klarem Ton Glanzlichter setzte und nicht zuletzt auch die intensive Vorbereitung der Sänger auf das Konzert durch Aylish Kerrigan, die auch das Programm zusammenstellte und durch dieses führte.