Lokales

Ein Hauch von Ronaldinho in Dettingen

KIRCHHEIM Die Bezirksliga-Partie des TSV Jesingen beim FV 09 Nürtingen geriet zum Aufreger. Nicht nur einige Schiedsrichterentscheidungen raubten Jesinger Kickern

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REIMUND ELBE

und Funktionären den Nerv (siehe Spielbericht), sondern noch ein anderer Aspekt. "Der Sportplatz im Wörthstadion ist ein Kartoffelacker", mokierte TSVJ-Sprecher

Uwe Wascheck

, "dieses Spiel war somit für uns ein einziger Frust."

Es ist an dieser Stelle schon fast schon ein Dauerzustand geworden, auf die Ausnahmestellung der SGEH in der Kreisliga A hinzuweisen. Gestern hat der Liga-Erste die Erfolgsstory mit einem 4:2 über den Verfolger TB Neckarhausen weitergeschrieben. SGEH-Abteilungsleiter Frank Zintgraf kennt den Hauptgrund für die fußballerische Gala in dieser Saison. "Wir haben vor niemandem Angst", weiß der Fußball-Funktionär. Und ergänzt: "Sollten wir allerdings diesen 13-Punkte-Vorsprung noch verspielen, hätten wir die Meisterschaft nicht verdient."

Immerhin vom Relegationsplatz träumen die Fußballer des neuen Tabellenzweiten TSV Weilheim. "Seit dem Trainerwechsel holen wir nicht nur viele Punkte, sondern bekommen zudem kaum noch Gegentore", analysiert der sportliche Leiter des TSVW, Günther Friess. Die Arbeit des neuen Coaches wird unter der Limburg hoch gelobt. "Axel Maier ist ein Motivator", erklärt Friess.

Weniger erfreulich war der vergangene Spieltag für die SF Dettingen. Doch bei der 3:5-Schlappe gab es zumindest ein sportliches Highlight aus Sicht der SFD: Der Treffer von Jens Starkert zum zwischenzeitlichen 1:1. "Das war ein Tor ganz im Stil von Ronaldinho", schwärmte Dettingens Pressewart Wolfgang Mutzbauer. Starkert hatte den Ball an der Strafraumgrenze mit der Brust angenommen, sich leicht gedreht und dann die Kugel kunstvoll mit einem Fallrückzieher im Unterensinger Tor versenkt.

Das Glück läuft den Oberlenninger Fußballern in dieser Saison nicht gerade hinterher. Auch die Demission von Trainer Alexander Kuhnt hat noch nicht die gewünschten Impulse gebracht. Gestern unterlag der TSVO dem AC Catania unglücklich 3:4. Doch die Oberlenninger geben sich kämpferisch. Spielertrainer Heinz Eber: "Wenn wir nicht davon überzeugt wären, dass wir da unten rauskommen, könnten wir uns ja gleich abmelden."

Verdutzte Mienen gab es bei den Kreisliga-B-Fußballern des TSV Owen vor ihrem Auftritt bei der TG Kirchheim. Egal, wo die Kicker auch hinkamen überall fanden sie verschlossene Türen und Tore vor. Die Kabinen waren laut TSVO-Abteilungsleiter Manfred Traumüller bis eine Viertelstunde vor Spielbeginn noch zu. Des Weiteren trafen Owener Spieler bei ihrem Weg zum Kunstrasenplatz dort wurde die Partie ausgetragen auf weitere verriegelte Tore. "Unsere Spieler mussten über Zäune klettern, um zur Austragungsstätte des Spiels zu kommen", sagte Traumüller kopfschüttelnd. Warum es zu den genannten Problemen kam, blieb unklar.

Sich über ein respektables Ergebnis freuen oder über eine knappe Niederlage ärgern? Vor dieser Frage standen Kicker und Funktionäre des TSV Schlierbach nach dem 1:2 beim haushohen Favoriten und Spitzenreiter TSV Ohmden. Die Antwort von TSVS-Spielleiter Ralph Froschauer: "Natürlich ist es enttäuschend, wenn du fünf Minuten vor Schluss durch einen strittigen Elfmeter verlierst aber genauso freuen wir uns über die beste kämpferische Leistung in dieser Saison."

Beim SV Nabern II stand ein Feldspieler im Tor. Jens Schumann sprang aufgrund von Personalnöten ein und hätte beim Auftritt fast ein Erfolgserlebnis gehabt. In der 82. Minute parierte er zunächst einen Elfmeter, doch Notzingens Goran Popovic sorgte im Nachschuss für das vorentscheidende 2:0.