Lokales

Ein Jahr im Zeichen der Weiterbildung

Zwar wurde die Holzmadener Wehr in diesem Jahr nur zu wenigen Einsätzen gerufen, gleichwohl war der Terminplan der Blauröcke gut gefüllt, berichtete Feuerwehr-Kommandant Volker Bertsch bei der Hauptversammlung.

HOLZMADEN Zu sieben Einsätzen wurde die Feuerwehr in den vergangenen zwölf Monaten alarmiert, aufgeteilt auf zwei Kleinbrände und fünf Hilfeleistungen. Deutlich mehr Arbeit wurde den Feuerwehrkameraden bei der Ausbildung abverlangt: Neben 29 Übungsdiensten absolvierten sie eine Ausbildung im Brandcontainer und insgesamt dreizehn Lehrgänge. Die hohe Motivation der Feuerwehrleute zeigte sich an der erneut gesunkenen Anzahl der Fehlstunden.

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Über kreisweite Änderungen im Bereich der Dokumentation von Atemschutzeinsätzen berichtete der Kommandant ebenso wie über die Neuordnung der Dienstgradbezeichnungen im Kreis. Als Konsequenz auf diese Veränderungen konnte er siebzehn Kameraden die neuen Abzeichen übergeben. Durch sparsames Wirtschaften mit dem vorhandenen Budget ist auf das Jahresende noch die Beschaffung verbesserter Schutzkleidung möglich. Die weiterentwickelten Handschuhe und so genannte "Hollandtücher" zum Schutz des Hals-Nackenbereiches konnten einige Teilnehmer bereits unter Realbedingungen in den Flammen des Brandausbildungscontainers testen.

Der stellvertretende Kommandant Klaus Bosler ließ die Aktivitäten des Oldtimerteams Revue passieren. An vier Veranstaltungen nahm die Gruppe mit dem Löschgruppenfahrzeug von 1963 teil.

Nach dem Jahresrückblick des Schriftführers Bernhard Haußmann, präsentiert in Fotos, stellte Jugendfeuerwehrwart Thomas Beißer die vielfältigen Aktivitäten der beiden Jugendgruppen Holzmadens vor. Höhepunkte im Jahresverlauf der 15 Jungs und zwei Mädchen waren neben der Einbindung in die verschiedenen Unternehmungen und Veranstaltungen der Aktiven Videonächte oder ein Besuch im Erlebnisbad. Neun Jugendliche erfüllten die Bedingungen zur Erlangung der "Jugendflamme Stufe 1" und durften diese Auszeichnung im Rahmen der Versammlung entgegennehmen.

Nach dem Bericht des Kassiers René Fischer erfolgte die von Bürgermeister Jürgen Riehle beantragte Entlastung der Funktionsträger einstimmig. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst konnte der Schultes Wolfgang Berger, Klaus Burkhardt, Hans Fischer und Armin Molter mit den Abzeichen des Feuerwehrverbandes und einem Präsent der Gemeinde auszeichnen.

Zugführer Armin Molter berichtete über die vom Landesfeuerwehrverband in Auftrag gegebene Studie zur Untersuchung der Belastungen, denen Feuerwehrleute in Übungen und Einsätzen ausgesetzt sind. Während den gesamten Einsätzen lag der Puls der Probanden deutlich über der medizinisch unbedenklichen Dauerleistungsgrenze, die Körpertemperatur stieg unter der Schutzkleidung um mindestens ein Grad. Dringend notwendig sei deshalb eine gute Grundfitness der Feuerwehrangehörigen, wobei Molter betonte, dies sei nicht der Feuerwehr zuliebe, sondern vielmehr für die eigene Gesundheit unerlässlich.

Mit dem Appell, das im kommenden Jahr angebotene Trainingsprogramm zu nutzen und dem Dank für die gute Zusammenarbeit schloss Kommandant Volker Bertsch die Veranstaltung.

hau