Lokales

Ein kleines Stück Afrika in der Schule

Afrikanische Tücher, genähte Flaggen, afrikanische Figuren und Masken, geschnitzte Giraffen, Elefanten und Hippos, atemberaubende Trommelklänge, afrikanische Gesänge, Fotografien, Speisen, Märchen und Musik: Die Aula des Bildungszentrums Oberlenningen verwandelte sich für kurze Zeit in ein kleines Stück Afrika.

LENNINGEN Auch die Platzverhältnisse nahmen afrikanische Dimensionen an, da der Andrang der Schulgemeinde so groß war und man sich eng zusammendrängen musste. Dies unterstrich das afrikanische Flair noch zusätzlich. Eröffnet wurde das Programm durch den mit Kerzenlicht einlaufenden und zur Begrüßung "Hambani kahle" singenden Chor der Realschule.

Anzeige

Nach einigen Begrüßungsworten verzauberten die Trommelrhythmen der Trommel-AG sowie das darauffolgende Stampfen und Tanzen zu afrikanischer Musik die Besucher. Weitere Beiträge, wie das Vorstellen eines Kalenders mit dem Titel "Children of Africa", den eine Schülergruppe selbst gestaltet hatte, sowie das Vorlesen eines afrikanischen Märchens ließen die Schulgemeinde von der Faszination Afrikas träumen.

In der Pause wurden die Gäste mit Poitje, einem afrikanischen Eintopf, und Maisbrot verköstigt. Eine weitere Schülergruppe sorgte für Getränke und eine entsprechende afrikanische Dekoration mit Fähnchen und im Kerzenlicht schimmerndem Sand aus der Kalahariwüste. Selbst für die kleinsten Besucher wurde durch eine "Kinderecke" gesorgt, wo afrikanische Märchen vorgetragen wurden.

Doch nicht nur die Sonnenseite Afrikas wurde beleuchtet. Weitere Beiträge wie eine Kurzgeschichte ("Tödliche Kaffeeernte") oder "Schlagzeilen" zum schwarzen Kontinent informierten, schockierten und wiesen auf Probleme hin, sodass dem Besucher verschiedene Gesichter Afrikas dargeboten wurden.

Sämtliche Einnahmen und Spenden für die Speisen und die Kalender kommen einem Entwicklungshilfeprojekt in Nigeria (VPP) zugute. Diese Partnerschaft zwischen Nigeria und der Karl-Erhard-Scheufelen-Realschule besteht seit vielen Jahren über den Leiter dieses Projekts, Olatunji Akomolafe. Dieser war persönlich anwesend und berichtete mit humorvoller afrikanischer Lässigkeit vom Unterstützungsprojekt in Nigeria und der Partnerschaft mit Oberlenningen. Ebenfalls zu Gast war der katholische Pfarrer der Gemeinde, der erst vor Kurzem aus dem Kongo ins Lenninger Tal kam.

Zum Abschluss des abwechslungsreichen Programms spielten und sangen Schüler, Lehrer und Besucher gemeinsam die Nationalhymne Südafrikas "Nkosi Sikelele". Ein durchaus gelungener "Afrikanischer Abend", der sowohl faszinierte als auch informierte, ging zu Ende. Und vielleicht bleiben einige Eindrücke und Erinnerungen an diesen Abend sowie ein Bewusstsein über die Faszination, aber auch die Problematik Afrikas.

pm