Lokales

Ein Kreisbewohner gilt als vermisst

Auch Urlauber aus dem Kreis sind zur Zeit in Ostasien unterwegs. Da sich die Kommunikation mit dem Katastrophengebiet äußerst schwierig herausstellt, gibt es nur wenig gesicherte Erkenntnisse. Bei der Polizei in Esslingen gilt es allerdings als gesichert, dass eine Person aus dem Kreis Esslingen vermisst wird.

RUDOLF STÄBLER

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KREIS ESSLINGEN Bei den Urlaubsanbietern im Kreis Esslingen sorgte die Katastrophe natürlich ebenfalls für Unruhe. Dennoch sei die Flut für die Touristen aus dem Kreisgebiet wohl meist glimpflich abgegangen. Dies erklärten auch die befragten Reisebüros in Kirchheim.

Erleichterung herrschte da bei einem Reisebüro: Schnell hatte man erfahren, dass der Kunde in einer der am stärksten betroffenen Regionen die Springflut gesund überstanden hat. Dieser meldete sich per Fax bei seiner Firma, "und die hat uns glücklicherweise gleich verständigt", atmet die Mitarbeiterin auf.

"Wir sind eigentlich jetzt richtig froh, dass bei uns keine Reisen in diese Region gebucht wurden", freut sich eine Dame in einem anderen Reisebüro. Dieses ist jetzt lediglich durch einige Absagen von geplanten Reisen betroffen. Rund 15 Kunden eines weiteren Kirchheimer Reisebüros weilten zur Unglückszeit im Indischen Ozean. "Davon sind bereits einige wieder zurück, mit anderen haben wir Kontakt per Telefon, E-Mails oder SMS gehabt", berichtet eine Angestellte. Lediglich von einigen wenigen Reisenden hat man bisher noch nichts gehört. "Es gibt einfach noch zu große Kommunikationsschwierigkeiten", ist man sich bei den Anbietern im Klaren. Die Veranstalter sind angesichts des riesigen Chaos' in den betroffenen Ländern noch völlig überlastet. So haben selbst die Reiseleitungen vor Ort noch keinen Überblick, was mit ihren Gästen los ist. Für Asienreisen hat man dort noch keine Absagen, allerdings, so wurde eingeschränkt, liegen diese nicht unmittelbar in den betroffenen Gebieten. "Einer unserer Kunden fliegt heute nach Bangkog" erzählt die Angestellte, "ich glaube, der ist sehr mutig."

Im übrigen warten die Reisebüros jetzt natürlich dringend auf Informationen von den Veranstaltern, welche Hotels wie stark betroffen sind und wie lange die Aufräumarbeiten dauern.

Allerdings haben größere Reiseveranstalter für die betroffenen Urlaubsregionen Phuket, Phi Phi Island, Krabi, Koh Lanta und die Malediven ihre Angebote bis zum 31. Dezember oder gar bis zum 16. Januar abgesagt. Allerdings werden von den Veranstaltern kostenlose Umbuchungen auf ein anderes Reiseziel oder gar eine generelle Stornierung angeboten.