Lokales

Ein Lächeln auf die Lippen der Kinder zaubern

Der häusliche Kinderhospizdienst für den Landkreis Esslingen veranstaltet anlässlich des bundesweiten "Tages der Kinderhospizarbeit" am Sonntag, 10. Februar, einen Familiennachmittag.

KIRCHHEIM Mit dem Familiennachmittag im Bohnauhaus von 15 bis 17.30 Uhr soll zum einen Menschen, die sich für dieses Thema interessieren oder die von Sterben, Tod und Trauer von Kindern betroffen sind, Gesprächsmöglichkeit gegeben werden. Zum anderen soll auf die Situation lebensverkürzend erkrankter Kinder und deren Familien aufmerksam gemacht werden.

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Beim Familiennachmittag werden die Clowns des Kinderhospizdienstes mit dabei sein. Über mehrere Jahre hat Angelika Härle, selbst Clownin, die Clowns des Kinderhospizdienstes für diese Aufgabe befähigt. "Damit ist der häusliche Kinderhospizdienst in Kirchheim der erste und einzige, der mit ambulanten Clowns in die Familien gehen kann", sagt Georg Hug, Koordinator und Leiter des Kinderhospizdienstes stolz.

"Tutti Frutti, Tortellini" oder wie die Clowns des Kinderhospizdienstes auch heißen, "zaubern ein Lächeln auf die Lippen von lebensverkürzend erkrankten Kindern und Angehörigen. Sie tauchen mit den Kindern und den Angehörigen für eine kurze Zeit in eine andere Welt ein, in der alles möglich ist. Schmerz, Freude, Aggression, Trauer, Hoffnung, Wut, all das dürfen die Kinder zum Ausdruck bringen, um zu spüren: Ich bin so angenommen wie ich bin. Ich bino. k." Natürlich haben die Clowns auch so manches kleine Kunststück bereit, doch die lebendigste Komik entsteht meist aus der Situation heraus. Zum Beispiel, wenn Timos (Name geändert) großer Hund die Jongliervorführung mitgestaltet, den Jonglierball in seinem Maul festhält und partout nicht mehr her gibt.Da ist die Kreativität der Clowns gefragt . . .

Die Clowns sind beim Familiennachmittag zu erleben. Es ist auch möglich, bei kreativen Angeboten (malen, basteln, Materialien legen, oder durch darstellendes Spiel) das Thema "Warum lieber Tod?" umzusetzen. Dieses Angebot ist besonders, aber nicht nur, für Kinder gedacht. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, mit den Patinnen des häuslichen Kinderhospizdienstes zu sprechen persönlich, oder auch einfach informativ. Es wird selbstverständlich auch Getränke und Kuchen geben und einen Büchertisch mit einer Auswahl von Kinderbüchern zum Thema Sterben, Tod und Trauer.

Der Tag der Kinderhospizarbeit wurde vom Deutschen Kinderhospizverein 1995 beim ersten Deutschen Kinderhospizforum in Köln ausgerufen. Durch diesen Tag sollen die Inhalte der Kinderhospizarbeit so bekannt werden wie die Arbeit der Kindergärten. Er soll mit dazu beitragen, Menschen zu motivieren, sich mit den erkrankten Kindern und deren Familien zu solidarisieren und nicht zuletzt sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch finanzielle Unterstützer der Kinderhospizarbeit gefunden werden.

Als Zeichen der Verbundenheit mit den Familien, in denen ein Kind lebensverkürzt erkrankt ist, oder in denen ein Kind gestorben ist, werden die Menschen am 10. Februar dazu aufgerufen, grüne Bänder der Hoffnung zum Beispiel an ihren Fenstern, Autoantennen oder Bäumen zu befestigen. Das gemeinsame Band soll die betroffenen Familien mit Freunden und Unterstützern symbolisch verbinden.

Der häusliche Kinderhospizdienst wird getragen von den Maltesern und der katholischen Gesamtkirchengemeinde Kirchheim. Er begleitet pro Jahr zwischen 10 und 15 Familien, in denen ein Kind lebensverkürzend erkrankt ist, oder in denen Kinder Sterben, Tod und Trauer erleben. Koordiniert wird die Arbeit von Katharina Steck und Georg Hug. Derzeit arbeiten 25 Ehrenamtliche im Dienst mit. Die Vorbereitung von weiteren Patinnen und Paten läuft gerade.

Informationen über die Arbeit erhalten Interessierte beim häuslichen Kinderhospizdienst: 07021/92141-20, www.kinderhospizdienst.de oder bei der Stiftung Kinderhospizdienst: 07021/92141-45, www.stiftung-kinderhospizdienst.de.

pm