Lokales

Ein Ort des stillen Genusses

Mit der neuen Mensa an der Raunerschule wurde ein wichtiger Bestandteil für die Ganztagsbetreuung geschaffen

Nach langer Planungszeit, aber einer nur fünfmonatigen Bauphase, können sich die Schüler der Raunerschule über ihre neue Mensa freuen. Mit einem Festakt wurde das Gebäude, in dem rund 80 Schüler täglich ein warmes Mittagessen erhalten, offiziell seiner Bestimmung übergeben.

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Giew Maschajechi

Kirchheim. Bis es zur Einweihung kam, mussten einige Hürden überwunden werden, wie Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker in ihrer Rede zur Eröffnung schilderte. „Wir haben lange gerungen, wie eine Ganztagsbetreuung an der Raunerschule aussehen soll.“ Zunächst habe man gar angedacht, den Fahrradkeller zur Essensausgabe umzufunktionieren. Die rund 500 000 Euro Baukosten für das Projekt bewiesen, so die Oberbürgermeisterin, dass die Stadt sich ihrer Verantwortung gegenüber den Schülern bewusst sei.

Großes Lob von Schulamtsdirektor Dr. Hans-Dieter Pix erhielt neben allen am Bau Beteiligten auch die Schulleitung. Sie habe mit viel Herzblut ein Konzept für eine Ganztagsschule entwickelt. Und das nicht, weil sie dazu gedrängt worden sei, sondern aus eigenem Antrieb. „Das findet meine große Bewunderung“, sagte Pix.

Dass man auf einer solchen Veranstaltung nicht viele Worte braucht, um seiner Freude und seinem Dank Ausdruck zu verleihen, zeigten die Musiker. Während Ingrid Baur, am Klavier von Deborah Pfeiffer begleitet, den Klassiker „Somewere over the Rainbow“ vortrug, hatten die Jugendlichen einen eigens komponierten „Mensa-Rap“ vorbereitet.

Nicht weniger Begeisterung als die musikalischen Darbietungen lösten die Auftritte Wolfgang Müllers aus, der die Veranstaltung moderierte. Sein komödiantisches Talent sorgte neben all den vorgetragenen Fakten für eine Menge Kurzweil. Warum gerade die Mitte des Schulhofes für den Bau der Mensa gewählt wurde, schilderte Architekt Peter-Bodo Schöllkopf. „Hier pulsiert das Herz der Schule, und auch energetisch ist hier der richtige Platz“, sagte er. Das neue Gebäude solle nicht nur Mensa, sondern vielmehr ein Multifunktionsgebäude sein, in dem Veranstaltungen stattfinden könnten und Raum für Gespräche, aber auch für Ruhe sei. Stolz und froh ist auch Gerhard Klinger, der Rektor der Raunerschule, über das neue Gebäude im Zentrum seiner Schule. Er dankte allen Beteiligten für ihren Mut, die Entscheidung für den Bau der Mensa zu treffen. Gerade Architekt Peter-Bodo Schöllkopf sei ein idealer „Mensabaulebensabschnittsbegleiter“ gewesen.