Lokales

Einblick für "Neue"

Eine Vielzahl künftiger Berufsfachschüler im Bereich Kraftfahrzeug-Mechatronik folgte der Einladung der Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Nürtingen-Kirchheim und der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule, um sich über das Berufsfachschuljahr, das am 18. September beginnt, zu informieren.

NÜRTINGEN 32 angehende Berufsfachschüler haben die Gelegenheit genutzt, sich vor Beginn des Schuljahrs 2006/2007 mit der Schule und den Lehrern vertraut zu machen. Auch die Vorstandsmitglieder der Innung standen für Fragen zur Verfügung.

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Beim Beruf des Kfz-Mechatronikers wird im dualen System ausgebildet. Im ersten Ausbildungsjahr besuchen die jungen Leute ganztägig die Schule. Vor den Oster-, Faschings- und Weihnachtsferien absolvieren die Berufsfachschüler jeweils eine Praxiswoche in den Ausbildungsbetrieben. Während der Ferien haben die Berufsfachschüler 30 Tage Urlaubsanspruch. Die übrigen "Ferientage" sind im Ausbildungsbetrieb als Praxistage abzuleisten.

Obermeister Konstantin Lepadusch: "Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule ist nach ihrem Umbau eine der modernsten Schulen im Kfz-Bereich in Baden-Württemberg. Dieter Angelmaier, Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses, hob einige wichtige Stationen innerhalb der Berufsausbildung hervor, wie zum Beispiel Lehrzeitbeginn, Vergütung, Urlaub, Arbeitskleidung, Versicherungsschutz und Führung des Autofachmannes und der Tätigkeitsnachweise. Auch gab er Infos zum Prüfungswesen.

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres ist die Gesellenprüfung Teil I abzulegen. Dieses Ergebnis wird zu 35 Prozent auf die Gesellenprüfung Teil II angerechnet, die am Ende der Ausbildungszeit, also nach 3,5 Jahren abzulegen ist. Ob der Schüler nach Bestehen der Berufsfachschule einen Ausbildungsvertrag erhält, ist Entscheidung des Betriebs. Einer Karriere als Kfz-Service-Techniker oder Kfz-Techniker-Meister steht nach bestandener Gesellenprüfung nichts mehr im Weg. In Calw besteht die Möglichkeit, Betriebswirtschaftlehre oder Automobilwirtschaft zu studieren. Erwartet wird von den "Neuen" Anstrengung, Fleiß, Lernbereitschaft, Verzicht, Ehrlichkeit, Flexibilität und Einsatzwille. Immerhin kostet ein Ausbildungsjahr den Betrieb durchschnittlich 18 000 Euro.

Die Veranstaltung rundeten Kfz-Abteilungsleiter Uwe Johannsen und sein Kollege Dietmar Mangold bei einer Führung durch die neu errichteten Unterrichts- und Werkstatträume in Nürtingen ab.

ah