Lokales

Einblicke für Azubis

KIRCHHEIM Die Gründe liegen für Ewald Metzger, Kreisvorsitzender des BDS Esslingen und Vorstandsmitglied im Ortverband Kirchheim, auf der Hand: Bisher wurden im Landkreis Esslingen sechs solcher Plätze geschaffen. Aber damit möchte man sich nicht zufrieden geben. Seit Jahresbeginn läuft bei "inbus" Nürtingen das vom europäischen Sozialfond geförderte Projekt "Verbundausbildung" mit dem gleichen Ziel wie beim BDS. Darüber hinaus bietet inbus eine intensive Beratung bei der Vertragsgestaltung, der Auswahl der Azubis sowie eine Betreuung während der Ausbildungszeit an.

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Auch die Agentur für Arbeit möchte sich intensiv für die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze engagieren und setzt sich sehr für die Verbundausbildung ein. Volker Seitz, zuständig für die Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung der unter 25-Jährigen bei der Agentur für Arbeit, machte deutlich, dass sein Haus den direkten Kontakt zu den BDS-Unternehmen sucht, um gemeinsam mit inbus ein erfolgreiches Team für die Zukunft zu bilden. Es gelte, die Kräfte und Ressourcen zu bündeln und möglichst viele neue Ausbildungsplätze zu schaffen.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben BDS, "inbus" und Arbeitsagentur in das Gewölble der Volksbank Kirchheim-Nürtingen zu einem Workshop eingeladen. Die Veranstaltung richtete sich an Unternehmen aus Kirchheim und Umgebung, die Interesse an der Schaffung von Verbundausbildungsplätzen gezeigt haben. Für die Volksbank Kirchheim-Nürtingen war es keine Frage, diese Veranstaltung auszurichten, zumal sie gemeinsam mit der Kreisbaugenossenschaft seit September 2006 einen Immobilienkaufmann im Verbund ausbilden. Bettina Herzinger, Ausbildungsleiterin bei der Volksbank, und Thomas Blei, Abteilungsleiter Vertrieb, Haus- und Mietverwaltung bei der Kreisbau, berichteten sehr eindrucksvoll und stellten an ihrem Beispiel nochmals heraus, wie schnell und unbürokratisch eine Verbundausbildungsstelle zustande kommen kann. Außerdem informierten sie über die Vorteile dieser Ausbildungsinitiative und gaben wertvolle Tipps.

Anschließend schilderte der Azubi Martin Stojan, was den Reiz seines Ausbildungsplatzes aus seiner Sicht ausmacht: Durch den etwa zweimonatlichen Wechsel von der Kreisbau zur Volksbank erhält er einen wesentlich tieferen Einblick etwa in die Finanzierungsmöglichkeiten bei Immobilien und kann intensiv vom innerbetrieblichen Unterrichtsangebot der Volksbank profitieren, das seinen Schwerpunkt im Bereich Vertrieb und Kundenorientierung hat. Auf der anderen Seite erlernt er bei der Kreisbau das "Handwerkszeug" eines Immobilienkaufmanns und nimmt sehr oft an Planungs- und Verkaufsgesprächen teil. Martin Stojan lobte die gute Organisation und Kommunikation zwischen den beiden Unternehmen. Die Präsentation brachte sehr gut zum Ausdruck, dass sowohl für die beteiligten Unternehmen als auch für Auszubildende die Vorteile überwiegen und so eine "win-win-Situation" entsteht.

Anschließend hatten die mehr als 35 Teilnehmer die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen und ihre Vorstellungen auszutauschen. Dabei wurden interessante Gespräche geführt und erste Kontakte geknüpft. Der Bund der Selbständigen, inbus und die Agentur für Arbeit werden sich in den nächsten Wochen intensiv mit den Interessenten auseinandersetzen, um möglichst viele neue Verbünde und damit neue Ausbildungsplätze zu schaffen.

pm