Lokales

Einbruch in Märklin-Museum

Der Einbruch ins Göppinger Märklin-Museum ist aufgeklärt. Die Göppinger Kripo hat in enger Zusammenarbeit mit ihren österreichischen Kollegen sechs Männer und eine Frau im Alter zwischen 26 und 56 Jahren ermittelt.

GÖPPINGEN Es handelt sich um Staatsangehörige aus dem ehemaligen Jugoslawien. Sie wohnten bis zu ihrer Festnahme in Wien, Frankfurt und Mannheim. Davon sind fünf bereits in Untersuchungshaft, zwei Männer wurden im italienischen Goricia festgenommen. Das Diebesgut, Spielzeugmodelle im Gesamtwert von rund 1,5 Millionen Euro, konnte vollständig wieder herbeigeschafft werden.

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Die Einbrecher waren in das Göppinger Märklin-Museum eingedrungen, nachdem sie die Alarmanlage ausgeschäumt hatten. Nach einer groß angelegten Öffentlichkeitsfahndung, unter anderem in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" ungelöst und in der MDR-Sendung "Kripo live", taten sich erste Spuren auf. Die ersehnte heiße Spur kam jedoch aus den eigenen Reihen der Polizei. Um die Tatzeit war Göppinger Fahndern ein Auto mit Wiener Kennzeichen im Kreisgebiet aufgefallen.

Bei der Abklärung des Besitzers wurden die Beamten schnell hellhörig: Es handelte sich um einen 37 Jahre alten Mann, der bereits wegen diverser Einbrüche anhängig war und im Raum Wien wohnte. Jetzt wurden die österreichischen Kollegen eingeschaltet, denen der 37-Jährige auch kein Unbekannter war. Durch deren geschickte Überwachungen und Erhebungen in der Wiener Szene gelang es Mitte März, zwei Prototypen von Lokomotiven wieder herbeizuschaffen. Weitere Ermittlungen führten dazu, dass alle Beutestücke sichergestellt werden konnten.

lp