Lokales

Eine Ära geht zu Ende: Günther Sigel sagt servus

Die Ära von Günther Sigel bei den Sportfreunden Dettingen ist zu Ende. Der Fußballabteilungsleiter sagte nach 34 Jahren SFD-Tätigkeit servus. Zu seinem Nachfolger wurde bei der Hauptversammlung der 21-jährige Manuel Klein gewählt.

DETTINGEN Günther "gil" Sigel war nicht nur in Dettingen eine Institution. Im Fußball-Bezirk Neckar-Fils und darüber hinaus ist der "Mayer-Vorfelder" von Dettingen, wie er sich in launiger Stimmung schon selbst mal verbal porträtiert, als gradliniger und beliebter Funktionär bekannt. Mit seinem Abtritt ging ein 34-jähriges SFD-Engagement (davon 32 Jahre als Abteilungsleiter) zu Ende.

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Die Abteilungsmitglieder staunten nicht schlecht, als bei der Hauptversammlung Ehrengast Hans Köber (78) auftauchte. Der ehemalige VfL-Abteilungsleiter ist seit fast 40 Jahren Mitglied bei den SFD und hielt eine flammende Rede. Köber erinnerte an das einstige Bezirksliga-Derby zwischen dem VfL Kirchheim und den SF Dettingen um das Jahr 1980, das vor 2100 Zuschauern (!) seinerzeit 1:1 geendet hatte.

Kassier Holger Heinel konnte einen positiven Finanzbericht abgeben.

Erstmals seit Jahren müssen die Dettinger Strafen an den Württembergischen Fußballverband (WFV) wegen zu wenig Schiedsrichtern berappen. Ein Lichtblick ist Volker Krissler: Der Neidlinger Trainer pfeift immer noch für die SFD. Holger Heinel hat derweil den Job als Schiedsrichterbeauftragter im Club übernommen.

Die Neuwahlen waren bestens vorbereitet. Bereits vor einem Jahr hatte Günther Sigel seinen Nachfolger ausgeguckt: Manuel Klein übernimmt das Erbe. Unterstützung bekommt der 21-jährige Jungfunktionär von Rainer Braun und Wolfgang Mutzbauer als Stellvertreter sowie Holger Heinel als Finanzchef. SFD-Spielleiter bleibt Willi Pillich. Jochen Kerner, der in den letzten dreieinhalb Jahren exzellente Jugendarbeit leistete, will nach Saisonende im Juli etwas kürzer treten, hat aber noch keinen Nachfolger. Doch Kerner wird einmal ein gemachtes Nest hinterlassen: Im SFD-Jugendbereich sind alle Spielerjahrgänge zum Teil doppelt besetzt. Darauf sind die Dettinger stolz.

Schlusskommentar des scheidenden Günther Sigel: "Ich hinterlasse ein bestelltes Feld. Die Funktionäre haben mein volles Vertrauen."