Lokales

Eine Ära ging jetzt zu Ende

Die Freiwillige Feuerwehr in Schlierbach hat einen neuen Kommandanten. Bei der Hauptversammlung wurde Martin Oberkofler zum Nachfolger von Willi Kälberer gewählt, der nach 15 Jahren an der Spitze der Wehr nicht mehr für das Amt antrat.

SCHLIERBACH Der neue Mann an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Schlierbach heißt Martin Oberkofler. Der 38-Jährige wurde bei der Hauptversammlung mit großer Mehrheit zum neuen Kommandanten gewählt. Oberkofler ist seit einigen Jahren Zugführer und hatte noch bis vor einem Jahr die Verantwortung für die Jugendfeuerwehr. Die Wahl des neuen Kommandanten muss noch vom Gemeinderat bestätigt werden.

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Mit der Wahl Oberkoflers geht eine Ära bei der Schlierbacher Feuerwehr zu Ende, deren Geschicke 15 Jahre lang Willi Kälberer als Kommandant geleitet hatte. Kälberer hat die Freiwillige Feuerwehr Schlierbach stark geprägt. Er ist seit 1966 Mitglied der Feuerwehr. 1987 wurde er zum Stellvertreter und 1991 als Nachfolger von Rainer Schmid zum Kommandanten gewählt. Sein Stellvertreter wurde Rolf Seeberger. Ein Gespann an der Spitze der Wehr, das sich seinen Weg suchen musste und fand.

Unter der Leitung von Willi Kälberer wurde die Ausbildung stark forciert. Dies wurde durch die sich immer stärker verändernden technischen Anforderungen notwendig, um sich den immer größer werdenden Aufgaben stellen zu können. Als weiterer Meilenstein ist die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens anzusehen.

Auch an der Struktur der Feuerwehr wurde gebastelt. Kommandant Willi Kälberer rief die Altersabteilung ins Leben, um verdienten Feuerwehrleuten nach dem aktiven Dienst noch eine Zugehörigkeit zur Feuerwehr zu ermöglichen. Auch die Nachwuchsarbeit wurde ein erklärtes Ziel. So wurde 1999 eine Jugendfeuerwehr mit Martin Oberkofler als Leiter gegründet. Diese ist heute als Nachwuchsschmiede nicht mehr wegzudenken. Willi Kälberer war aber nicht nur in der örtlichen Wehr stark engagiert. Sein großer Einsatz galt auch dem Kreisfeuerwehrverband, von dem er im vergangenen Jahr das deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold für überregionale Tätigkeit erhielt. Kälberers größte Herausforderung war der Neubau des Gerätehauses, das 1999 eingeweiht wurde. Für seine 40-jährige Dienstzeit war Kälberer auch mit dem baden-württembergischen Ehrenzeichen in Gold geehrt worden.

pm