Lokales

„Eine bewusste Rolle einnehmen“

„Seniorenzentrum an der Lauter“ in Kirchheim offiziell eröffnet

Schon Anfang des Monats sind die ersten Bewohner in das „Seniorenzentrum an der Lauter“ eingezogen. Nun folgte auch die offizielle Eröffnung des neuen Hauses des Arbeiter-Samariter-Bunds ASB am Kirchheimer Gaiserplatz mit einer Feierstunde. „Ein offenes Haus“, „kein Inseldasein“, „Vernetzung“: Das waren die Stichworte, die allenthalben die Grußworte prägten.

Volkmar SChreier

Kirchheim. Kersten Stier, der Geschäftsführer des ASB-Regionalverbands Stuttgart, freute sich: „Heute ist ein großer Tag für den ASB und das ,Seniorenzentrum an der Lauter‘.“ Es sei ein langer Weg bis zur Eröffnung gewesen, erinnerte er nochmals an die 18-monatige Bauphase des Seniorenzentrums. 84 stationäre Pflegeplätze und 40 betreute Wohnungen sind in zentraler Lage in direkter Nachbarschaft zur Kirchheimer Innenstadt entstanden, die ersten Bewohner sind bereits eingezogen.

Für Marianne Wonnay, die Vorstandsvorsitzende des ASB-Landesverbands Baden-Württemberg, erfüllt gerade diese Zentrumsnähe eines der Kriterien, die der ASB in seinem Leitbild für Seniorenzentren fordert. „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“, so Wonnay, und: „Wir wollen, dass die älteren Menschen in ihrer Gemeinde eingebunden bleiben.“ Es sei der Anspruch des ASB, „vor Ort den Maßanzug zu finden für die Bedürfnisse älterer Menschen.“ Dazu gehöre auch die Vernetzung der Einrichtung mit den bereits am Ort vorhandenen ambulanten Hilfsdiensten.

Ein Stichwort, das die Kirchheimer Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker in ihrem Grußwort aufgriff. „Heime müssen eine bewusste Rolle im Stadtteilleben einnehmen“, so Matt-Heidecker. Vernetzung sei auch Teil der Qualitätssicherung. Da hat die Oberbürgermeisterin aber keine Bedenken, sind ihr der neue Heimleiter Peter Hinneberg und die Pflegedienstleiterin Vera Hülsmann-Reinsch doch bestens bekannt. „Nachdem hier in Kirchheim bekanntes Personal übernommen hat, steht weiterer vertrauensvoller Zusammenarbeit nichts entgegen.“

Alberto Vulcano, Geschäftsführer der Bau-Invest-Verwaltungs-GmbH, als Investor an der Realisierung beteiligt, dankte allen Beteiligten, besonders der Stadt Kirchheim: „Sie haben das Projekt mitgetragen und entsprechende Hilfe bei der Realisierung geleistet.“ Ihm persönlich sei es bei diesem Projekt auch um die Menschen gegangen. „Wie soll so ein Haus sein, für meine Mutter oder meinen Vater?“ Deshalb habe er sich dafür eingesetzt, für die zukünftigen Bewohner zu bauen und nicht immer alle Entscheidungen der Gewinnoptimierung unterzuordnen.

Anzeige