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Eine Chance fürdie Gastronomie

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Zum Artikel "EU-Richtlinie soll auch in Deutschland zum Tragen kommen Gastwirte befürchten Umsatzeinbußen", im Teckboten vom 19. Januar:

Offensichtlich sind einige der befragten Gastwirte auf dem falschen Dampfer. Wer setzt denn die Ursache für den Streit zwischen Rauchern und Nichtrauchern? Die Raucher nehmen doch keinerlei Rücksicht auf die Gesundheit der Nichtraucher und qualmen ungeniert auch in Speiselokalen vor sich hin.

Mir scheint, dass wir in Deutschland wieder mal auf einer Insel leben, denn die Mehrheit der Gastwirte will nicht kapieren, dass es nicht um ihre Finanzen beziehungsweise die Existenz ihrer Betriebe geht und die EU mit dieser Richtlinie sprich Rauchverbot in Gaststätten und Cafés ganz sicher nicht die Absicht verfolgt, die Betriebe in den Ruin zu treiben. Einzig und allein der Schutz der Gesundheit und zwar von Nichtrauchern und auch die der Raucher lag als Entscheidungskriterium zu Grunde.

Es ist allerdings traurig, dass es nur mit gesetzlichen Regelungen geht, denn an die Vernunft zu appellieren bringt meist nicht den gewünschten Erfolg, was man ja sehr deutlich den geschilderten Aussagen der Gastwirte entnehmen kann. Ich möchte aber behaupten, dass bei Einführung eines solchen absoluten Rauchverbotes die Gesamtzahl der Gäste nicht zurückgehen wird, sondern ich unterstelle das Gegenteil. Zahlreiche Nichtraucher, die sich den Qualm bisher nicht bieten lassen wollten, könnten die Zahl der wegbleibenden, unbelehrbaren Raucher mehr als ausgleichen.

Ich sehe in dieser Neuregelung, die hoffentlich bald kommt, eine Chance für die Gastronomie. Übrigens die so genannte Gemütlichkeit, oder wie es ein Gastwirt ausdrückt, das "Leben an der Theke", kann doch wohl nicht allen Ernstes vom Zigarettenqualm abhängig gemacht werden. Am blauen Dunst kann kein Nichtraucher etwas Gemütliches finden und viele Raucher selbst würden gerne darauf verzichten, wenn sie nur könnten, ja, ja, wenn da nicht diese verdammte Sucht wäre.

Klaus Hohler

Lenningen, Merzenäcker

Im Pisa-Siegerland gibt es keine Studiengebühren

Deutschland, das Land der Dichter und Denker - nur schnitten wir bei Pisa bekanntlich recht schlecht ab. Also muss etwas geschehen mit unserer Jugend. Zuerst sollen wir wieder mehr Kinder bekommen. "Seid fruchtbar und mehret euch" steht schon in der Bibel. Wir fügen dazu "und arbeitet alle (wenn es überhaupt so viel Arbeit gibt) und gebt eure Kinder am besten gleich nach der Geburt in die Ganztagsbetreuung". Da soll ja angeblich der Hund begraben sein, dass wir zu wenig Kinder bekommen.

Wenn es mehr Betreuungsplätze gäbe, dann könnte der Babyboom kommen mancherorts wird ja auf einen Platz für Ganztagesbetreuung selbst für Arbeitslose gepocht. Vielleicht wäre mancher angehenden Mutter (oder Vater) geholfen, wenn es bessere, flexiblere Arbeitszeiten in ihrem Beruf gäbe viele würden gerne Teilzeit arbeiten, wenn dies ginge. Aber nein, wir müssen ja alle arbeiten, um für die Betreuungsangebote unserer Kinder aufzukommen, ob es für Ganztageskindergärten, Kernzeitbetreuung oder für die Verpflegung der Kinder in der angestrebten Ganztagesschule ist. Und, natürlich neuerdings für das eventuelle Studium unserer Kinder. Wohl dem, der nicht so viele und vor allem nicht so schlaue Kinder hat.

Wir sind ein Sozialstaat und belohnen diejenigen, die es zu etwas gebracht haben nur ihre Kinder sollen studieren. Seltsam, dass es in dem vielzitierten Pisa-Siegerland Finnland bis heute keine Studiengebühren gibt . . .

Susanne Tolsdorf

Dettingen, Limburgstraße

Unverschämte Abzocke

Zur Parkplatzsituation rund um das alte Kirchheimer Krankenhaus:

Woher sollen denn eigentlich die Patienten der Praxen im alten Krankenhaus im Voraus wissen, wie lange ihr Arztbesuch dauern wird? Wie viele haben schon die "erhöhte Miete" in Höhe von 15 Euro bezahlen müssen, weil es eben doch etwas länger gedauert hat, als sie vorher abschätzen konnten?

Es wäre ja eine faire Sache, wenn am Ende die tatsächliche Parkzeit bezahlt werden müsste, aber so wie es jetzt gehandhabt wird, ist es eine unverschämte Abzocke und gehört umgehend geändert.

Peter Schulz

Kirchheim, Waldstraße

Arme Studenten . . .

Zum Artikel "Weg frei für Studiengebühren", im Teckboten vom 27. Januar:

Mir kamen beim Lesen des oben genannten Artikels fast die Tränen. Die armen Studenten. In Zukunft müssen sie wohl auf einige Schachteln Zigaretten, Disco- und Kneipenbesuche verzichten, nur um studieren zu können. Außerdem müssen sie sich ja anstrengen, denn 15 Semester oder gar mehr ist auch nicht mehr drin. Was der Staat doch alles verlangt.

Sicher gibt es Familien, die sich selbst mit dieser Gebühr schwer tun werden, aber es gibt ja auch noch Jobs, um sich etwas dazu zu verdienen. Damit kann man auch in sehr jungen Jahren anfangen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich rede. Zwei Söhne gingen in den USA auf das College und dort muss man bekanntlich alles bezahlen, aber mit Fleiß und ein paar Jahre auf etwas verzichten zu können, geht vieles. Vielleicht werde ich sollte ich so einen armen Studenten treffen ihm ein paar Euro in seine Zigarettenschachtel oder auf den Bierdeckel legen.

Heidi-Anne Kienle

Kirchheim, Silcherstraße

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