Lokales

Eine Frage des Stils

Man schüttelt nur verwundert den Kopf und fragt sich: Was reitet den Esslinger Gemeinderat und treibt ihn zu solch einer Entscheidung? Der Bau einer eigenen Strahlentherapie am Städtischen Klinikum

RICHARD UMSTADT

Anzeige

kostet 5,8 Millionen Euro, seine Wirtschaftlichkeit steht auf tönernen Füßen. Offensichtlich bewusst wurde von der Geschäftsführerin des Städtischen Klinikums Esslingen, Cornelia Lindner, in der Gemeinderatsvorlage mit Behauptungen gearbeitet, die so nicht stimmen beziehungsweise völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Darauf wies bereits der Geschäftsführer der AOK, Dieter Kresse, hin. Und ebenso bewusst wurde von ihr und ihrem Kompagnon im Esslinger Verhandlungsteam, Bertram Schiebel, bei den Kooperationsgesprächen verschwiegen, dass der Esslinger Gemeinderat den Bau einer eigenen Strahlentherapie ins Auge fasst.

Dies ist nicht fair. Vertrauensbildende Maßnahmen seitens der Stadt Esslingen sind notwendig. Doch wer die ganze Zeit von Wett- und Aufrüsten spricht, dem dürfte es schwerfallen, sich zu einem "zielführenden Dialog" wieder an einen gemeinsamen Tisch zu setzen.

Ist dem Esslinger Klinikum tatsächlich an einer Kooperation mit den Kreiskliniken gelegen, so wird ihren Vertretern nichts anderes übrig bleiben, als die Forderungen des Landrats zu erfüllen und das gemeinsame Gutachten zur künftigen Krankenhauslandschaft im Kreis rasch in Auftrag zu geben.