Lokales

Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit ist nötig

Der Einladung zur Gründung der Kirchheimer Agenda-Gruppe Energie waren mehr als zwanzig Personen gefolgt und diskutierten intensiv über mögliche Themen und Schwerpunkte, mit denen sich die Arbeitsgruppe nach den Sommerferien beschäftigen wird.

KIRCHHEIM Engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Personen, die sich als Fachleute um Energie und Klimaschutz kümmern, sowie Vertreter von Vereinen und Institutionen waren der Einladung des Agenda-Büros gefolgt. Interessierte Privatleute, die bereits eine Solaranlage auf dem Dach haben und ihre Heizung mit einem Pelletsofen betreiben, saßen neben Handwerkern aus dem Heizungs- und Sanitärbereich und diskutierten mit Stuckateuren, Baustoffhändlern und Architekten. Auch "Haus und Grund", die Katholische Gesamtkirchengemeinde und der Bund der Selbstständigen waren vertreten.

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In ihrem Grußwort unterstrich Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker die Bedeutung des Themas Erneuerbare Energie und rief zu aktivem Handeln auf: "Wir sind gefordert, neue Ideen zu haben."

Diese Aufforderung nahmen die Anwesenden ernst und diskutierten nach einer ausführlichen Vorstellungsrunde intensiv über Themen, mit denen sie sich in den Bereichen Energie Energieeinsparung Erneuerbare Energie und Klimaschutz weiter auseinandersetzen wollen. Eine wichtige, von der Gesamtgruppe geteilte Überzeugung war, dass eine intensive Öffentlichkeitsarbeit notwendig sei, um die Bevölkerung als Verbraucher auf die Notwendigkeit des Energieeinsparens aufmerksam zu machen und besonders Hausbesitzer über Möglichkeiten des Energiesparens zu informieren, die beispielsweise moderne Heiztechnik bietet. Ebenso sollten aber auch Schulen mit einbezogen werden, um Schüler zum Energiesparen anzuleiten und für den effizienten Umgang mit Energie zu sensibilisieren. Auf dem Ludwig-Uhland-Gymnasium wurde durch intensives Engagement eine Solaranlage zu Demonstrationszwecken installiert.

Großes Potenzial für eine positive Wirkung in der Öffentlichkeit sieht die neue Agenda-Gruppe in einer Vorreiterfunktion der Stadt. Daher möchte die Agenda-Gruppe das Gespräch mit der Verwaltung und mit den kommunalen Entscheidungsträgern suchen, um darüber zu diskutieren, was die Stadt im Bereich der kommunalen Liegenschaften zur effektiven Energieausnutzung tut und tun kann. Außerdem biete es sich an, auch in Bebauungsplänen den Klimaschutz und die Nutzung erneuerbarer Energien zu berücksichtigen. Aus vielen weiteren Themen, die im Lauf des Abends in der Diskussionsrunde genannt wurden, ist unter den Oberbegriffen Verbraucher Hauseigentümer der Themenbereich zusammengefasst, mit dem sich die Agenda-Gruppe beim nächsten Treffen nach den Sommerferien intensiv beschäftigen wird. Einen Schwerpunkt wird dabei voraussichtlich die Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen Altbausanierung, nachwachsende Rohstoffe und Energieeinsparung bilden. Außerdem sind mehrere Besitzer von Solaranlagen und anderen alternativ betriebenen Energielieferanten bereit, ihre Anlagen wieder interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, wie dies bereits in April dieses Jahres am Tag der Erneuerbaren Energien in Kirchheim erstmals der Fall war.

Die Agenda-Beauftragte Ulrike Kösters ist zuversichtlich, dass die Gruppe den Agenda-Prozess um eine wichtige Facette bereichern wird: "So lebendig und engagiert, wie die Diskussion am ersten Abend geführt worden ist, habe ich keinen Zweifel daran, dass die Gruppe beim nächsten Treffen konkrete Maßnahmen festlegen wird, um möglichst bald ein Projekt zu starten."

Neue Interessenten können gern in der neuen Agenda-Gruppe mitarbeiten. Weitere Informationen dazu gibt es im Kirchheimer Agenda-Büro, das dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet ist (Sommerpause vom 6. bis 18. August). Das Agenda-Büro ist erreichbar telefonisch unter der Nummer 0 70 21/5 02-4 44 und per E-Mail unter agenda@kirchheim-teck.de.

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