Lokales

Eine neue Generation steht bereit

Mit einem Festakt in der Gemeindehalle in Jesingen beginnt am heutigen Samstag das 25-jähriger Jubiläum der Badmintonabteilung des VfL Kirchheim. Erfreulich: Der Schwerpunkt der Abteilung liegt seit vielen Jahren auf der Jugendarbeit.

KIRCHHEIM Ins Leben gerufen wurde die Abteilung im März 1980 durch Jens Mischner, der eine Chance sah, den Badmintonsport auch in Kirchheim bekannt zu machen. Der Zulauf war enorm, schon bald tummelten sich bis zu 60 Teilnehmer auf den wenigen Feldern, die der Abteilung zur Verfügung standen. Da zu der Zeit ebenfalls schon Hallennot bestand, musste improvisiert werden. Schnell wurden zwei Mannschaften zu den Ligaspielen gemeldet. Man erkannte das große Potenzial, das die Mannschaft hatte, und so blieb es nicht aus, dass das Team um Vereinsgründer Jens Mischner im ersten Jahr ihres Bestehens bereits die Vizemeisterschaft errang und sofort aufstieg.

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Weitere Aufstiege gelangen und so fand man sich plötzlich in der damaligen Verbandsliga wieder und blieb dort auch viele Jahre. Erste personelle Veränderungen gab es im Jahr 1983, als Vereinsgründer Mischner amtsmüde wurde und Siegfried Staub zum neuen Abteilungschef ausgerufen wurde. Im Jahre 1984 entspannte sich für die Badmintonabteilung die Hallensituation zum ersten Mal und die neue Ludwig-Uhland-Sporthalle konnte bezogen werden.

Mit der Ausrichtung der ersten Bezirksmeisterschaften konnten nun auch erstmals Turniere größerer Art in Kirchheim ausgerichtet werden. Mit nunmehr vier Mannschaften wurde um Punkte gekämpft. Doch während die erste Mannschaft locker Meister wurde, kämpfte die zweite Garde oft vergeblich und errang unzählige Vizemeistertitel bevor der erste Aufstieg gelang. Mit dem 1985 eingeführten Teckpokal versuchte man sich als Turnierausrichter, was jedoch 1988 auf Grund zu geringer Meldezahlen wieder eingestellt wurde.

Fortan konzentrierte man sich auf die Ausrichtung von Ranglistenturnieren. Unterbrochen wurde dies nur mit dem zweiten Versuch, ein Turnier in Kirchheim durchzuführen. Mit dem 1995 erstmals durchgeführten Tecno-Cup sprach man vor allem die Schulen in Kirchheim und Umgebung an zunächst mit großem Erfolg, doch schon 1999 musste das Turnier wieder eingestellt werden.

In der Abteilungsspitze gab es 1987 bereits den nächsten Wechsel, als Manfred Straka für ein Jahr die Abteilungsführung übernahm, ehe im Jahr 1988 Jürgen Fischer die Abteilung übernahm.

Sportlich war die erste Mannschaft zumeist im Vorderfeld der Tabelle zu finden, Einschnitte gab es erstmals Anfang der 90er-Jahre, als wichtige Spieler den Verein verließen und man sich plötzlich in der Landesliga wiederfand. Mit Ulrike Hauser hatte man eine starke Dame neben Ursel Hildebrandt, und so gewannen die beiden viele wichtige Punkte, was im Jahr 1994 mit dem Aufstieg in die Württembergliga belohnt wurde.

Doch schon ein Jahr später war es mit der Herrlichkeit vorbei und man stieg nach einem Jahr mit Verletzungspech in die Verbandsliga ab. Mit dem Wegzug der Hausers begann erneut der Kampf gegen den Abstieg, doch trotz unterschiedlicher Besetzungen gelang es immer wieder, die Klasse zu halten, ehe es im Jahr 2002 wieder einmal abwärts in die Landesliga ging. Doch im Jahr 2004 gelang erneut der Aufstieg in die Verbandsliga Nordwürttemberg, wo man sich in der vergangenen Saison als Neuling im Mittelfeld auf Platz fünf halten konnte.

Neben der ersten Mannschaft gab es auch für die zweiten und dritten Mannschaften mehrmals Meister-schaften zu gewinnen, denen ebenfalls Abstiege folgten. Auch musste die Anzahl der Mannschaften von anfangs vier auf nunmehr zwei reduziert werden. Zwischenzeitlich gab es eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Weilheim, als man als SG Kirchheim-Weilheim an den Start ging. Viele der damaligen Spieler stehen heute beiden Mannschaften zur Verfügung.

In den letzten Jahren wurde schwerpunktmäßig mehr auf die Jugend gesetzt. Was zu Ulrike Hausers Zeit begann und mit Jens Mischner als Jugendtrainer seine Fortsetzung fand, wurde auch im Jahr 2000 nicht unterbrochen, als Mischner seinen Ausstieg aus der Abteilung bekannt gab, und nach Berlin umzog. Jürgen Fischer leitet seitdem hauptverantwortlich die Jugendarbeit und kann seitdem auf unzählige Erfolge im Jugendbereich, sei es mit den Jugendmannschaften oder auch auf Turnieren, zurückblicken. Ein Teil der Jugendspieler wurde bereits in die Mannschaften integriert.

Doch eine neue Generation tummelt sich bereits wieder im Training, sodass man sich um das Fortbestehen der Abteilung keine Sorgen machen muss, zumal auch die Alten weiterhin die Stange halten.

Um die letzten 25 Jahre Revue passieren zu lassen, feiert die Abteilung heute in der Gemeindehalle in Jesingen. Morgen geht es in der Konrad-Widerholt-Halle von 11 bis 17 Uhr weiter, wo während des Turnierverlaufs die Möglichkeit besteht, das Spiel mit dem Federball auszuprobieren. Auch wird ein Nostalgievorführ-Match der "Ehemaligen" und ein Jugendspiel der U15 ausgetragen. Neben dem traditionellen Mittagessen mit Schupfnudeln und Kraut gibt es auch am nachmittag Kaffee und Kuchen sowie eine Ausstellung mit Bildern der letzten 25 Jahre zu sehen.

jf