Lokales

Eine Stadt mit Charme

Die elsässische Metropole Straßburg war das Ziel des Jahresausflugs des Musikvereins Unterlenningen.

LENNINGEN Straßburg ist heute eine französische Stadt mit Charme und Flair. Die Unterlenninger Musiker fuhren nach dem Zustieg von zwei Reiseleiterinnen in Kehl über die Europabrücke und anschließend erst einmal um das eigentliche Zentrum herum. Man fuhr über die vielen Brücken der Ill, dessen Arme fächerartig das ganze Stadtgebiet von Straßburg durchziehen und umschlingen. Schon bald tauchte im Nordosten die mächtige Glasfassade des Europaparlamentes, zugleich Sitz des europäischen Gerichtshofes, auf. Im Westen waren die reizvollen Fachwerkspassagen von Petite France zu sehen.

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Durch manche Straßenzüge hindurch konnten die Besucher immer wieder einen Blick auf "La Cathedrale de Notre Dame" erhaschen. In Straßburg gibt es kein Münster überall heißt es nur "la Cathedral". Besonderes Kennzeichen des Bauwerkes ist die in Deutschland völlig ungewohnte Westfassade. In Deutschland musste eine einmal geplante gotische Fassade auch im 19. Jahrundert noch fertig gestellt werden. Auch wenn die Gotik längst vorüber war. Natürlich wurde auch in Straßburg immer wieder der Versuch unternommen, die anfangs geplante Zweiturm-Fassade doch noch durchzuführen aber es kam halt immer wieder etwas dazwischen. Und heute ist man stolz auf seine einmalige Charakteristik. Baustilmäßig ansonsten ähnlich wie bei den meisten Kathedralen: der östliche Chor noch meist romanisch oder frühgotisch, der Kirchenraum dann Hochgotik und Westfassade spätgotisch mit allen Finessen und hier in Straßburg natürlich die spätgotische Rose; farbenreich mit 15 Metern Durchmesser.

Ansonsten beeindruckten die Lenninger die vielen ruhmreichen Namen und Plätze: zu Ehren von General Leclere und dem Dichter der Marseillaise, auch ein Straßburger, Rouget de Lisle. Dann natürlich Louis Pasteur und der "berühmteste Student von Straßburg" Johann Wolfgang Goethe.

Herzlich wurden die beiden Stadtführerinnen verabschiedet und viele Eindrücke blieben im Gedächtnis haften. Auf der Heimreise machte die Reisegruppe noch auf dem Kamelhof in Rotfelden Station. Es war vor allem für die Kinder eine Gaudi, einmal auf dem Rücken eines Dromedars reiten zu dürfen. Der Abend klang in Brucken aus. Die Teilnehmer dankten dem Reise- und Vorstandsteam Reinhard Dangel und Steffen Bodtländer für diesen eindrucksvollen und lehrreichen Ausflugstag.

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