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Eine Umgehungsstraße Wir wohnen seit 25 ...

Eine Umgehungsstraße

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Wir wohnen seit 25 Jahren im Steingrubenweg mit Front zur Stuttgarter Straße und haben gerne die in den 80er-Jahren von der Stadt angebotene Förderung von Lärmschutzmaßnahmen angenommen. Diese Aktion hat doch gezeigt, dass die Verantwortlichen der Stadt bereits damals den Verkehrslärm für unerträglich gehalten hatten.

Aus diesem Grunde erscheint es erstaunlich, wie jetzt die Folgen der Mautflucht, die ganz eindeutig vorhanden ist, heruntergespielt und negiert werden. Erfreulicherweise konnte der Presse entnommen werden, dass dies selbst von Ortsvorsteher Hermann Kik wahrgenommen wurde. Erstaunlich ist ebenfalls, dass viele Anwohner feststellten,dass ausgerechnet am Zähltag die hiesigen Speditionen nicht aufgefallen sind. So was spricht sich rum! Zufall?

Tatsache ist: Der überörtliche Verkehr von Lastkraftwagen hat nicht unbedingt dramatisch zugenommen. Was mir aber immer deutlicher auffällt, es sind vor allem hier ansässige Speditionen, von denen ich vor der Einführung der Mautpflicht nur ganz selten Fahrzeuge hier durchfahren sah, von denen aber jetzt täglich mehrere Fahrzeuge hier durchrollen, die nicht die parallel verlaufende Autobahn benutzen.

Ein weiterer Aspekt: Im Industriegebiet Hegelstraße existiert seit einiger Zeit ein Zentrallager eines Discounters. Ich kann nicht verstehen, dass Fahrzeuge verschiedener Speditionen, die man dort ganztags sieht, über die Stuttgarter Straße von und in Richtung Wendlingen anfahren. Dies, obwohl die Zufahrt zur Autobahn über die neue Ausfahrt West in kurzer Entfernung liegt. Kann man dieser Firma nicht zur Auflage machen, ihre Zulieferer anzuhalten, über die Autobahn anzufahren?

Zum Letzten: Es ist seit langem immer wieder von einer Umgehungsstraße die Rede. Andere Orte haben bei weitaus weniger Verkehr schon eine bekommen. Die im Ortschaftsrat Ötlingen vor mehreren Jahren schon angedachte Südumfahrung könnte angesichts der heutigen Verhältnisse doch Zufriedenheit bei fast allen Beteiligten hervorrufen. Oder nicht?

Karl Kohlschmitt

Kirchheim, Steingrubenweg

Verpasste Chance

Zum Artikel "Alleenring Konzept soll mit S-Bahn aufgegriffen werden" und dem Kommentar "Das Ende der Träume", vom 22. Juli:

Den Einbahnverkehr auf dem Alleenring vier Jahre hinauszuschieben, kommt einer Beerdigung erster Klasse gleich. In Albert Kahles Oberbürgermeisterwahlkampf hielten ihn mit dieser Idee noch viele für einen Spinner. Heute loben die Gemeinderatsfraktionen die Idee unisono und verschieben sie unter Blick auf die geschätzten Kosten für die First-Class-Gutachter-Variante auf den Sankt-Nimmerleins-Tag.

Ich biete eine Wette an: eines Tages wird man mit Tränen in den Augen auf die verpasste städtebauliche und verkehrsplanerische Chance zurückblicken, die ein FDP/KiBü-Improvisations-Billig-Probelauf jetzt geboten hätte. An die glorreiche IKEA-Entscheidung des Gemeinderates und ähnliche sei erinnert. Mein Wett-Einsatz: einmal die Oberbürgermeisterin im Leiterwägele durch den Stau am Zweibahn-Ring ziehen . . .

Frank Schweizer

Kirchheim, Weileräcker

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