Lokales

Eine Woche in der "Wildnis"

Unter dem Motto "Der Dschungel ruft!" fand das Zeltlager der Evangelisch-methodistischen Kirche Weilheim am Holzweiher bei Biberach statt. Die 65 Kinder und 22 Betreuer um Pastorin Katharina Sautter fuhren mit der Bahn in die "Wildnis", um dort eine Woche lang Gottes Schöpfung zu erkunden und darin viele schöne Erfahrungen zu sammeln.

WEILHEIM Neben geistlichen Impulsen und einem Gottesdienst, in denen den Kindern die Erschaffung der Welt und des Menschen sowie der Umgang der Menschen untereinander nahegebracht wurde, gab es für sie zahlreiche Aktivitäten. So konnten sie zum Beispiel in Workshops das Überleben in der Wildnis trainieren, Bilderrahmen aus Naturmaterialen herstellen, oder auch einen Pizzaofen bauen, in dem sie am Ende echte Pizzas backen konnten und damit das Küchenteam kurze Zeit entlasteten.

Anzeige

Denn über Hunger klagte in dieser Woche niemand: Die Kinder bekamen immer ausgefallene Gerichte, die unter Namen wie "Weiße Würmer mit Knochenmehl" getarnt waren, sich bei näherem Hinsehen aber als leckere Spaghetti mit Parmesan entpuppten, damit man sich auch richtig wie im Urwald fühlte. Dort trafen die neugierigen Forscherinnen und Forscher auch immer wieder auf einen wilden Ureinwohner, der ihnen seltsame Botschaften übermittelte, die es zu entschlüsseln galt. So entstand eine Nachricht, die die Kinder auf eine lange Wanderung und anschließende Schatzsuche mit echten Landkarten schickte. Außerdem wurde bei der Dschungelolympiade und auch während des Geländespiels viel gerannt.

Dank des außergewöhnlich schönen Wetters konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Nacht unter freiem Himmel im Wald übernachten und natürlich auch jeden Tag im Holzweiher baden. So konnten sie auch lange Sing- und Leseabende am Lagerfeuer, ein Nachtgeländespiel und einen Quizabend ohne Regen genießen, nach denen sich alle ziemlich erschöpft in ihre Zelte verkrochen. Dass die Menschen überall auf der Welt und damit auch im Dschungel gerne feiern, erlebten die Kinder am letzten Tag. Der Samstag sollte ein einziger Festtag sein: Morgens wurden die Vorbereitungen getroffen für den Nachmittag, an dem ein richtiges Dorf mit Post, Bank und Casino mitten im Urwald aufgebaut werden sollte und das große abendliche Buschfest mit Tarzan und Jane musste organisiert werden. Hierbei überraschten die Kinder sich gegenseitig mit ihren kreativen Beiträgen. Mit dem Familiengottesdienst am Sonntagmorgen, den die Kinder und das Team mit Eltern und Freunden feierten, begann auch schon der Weg in die Zivilisation zurück. Dank der Hilfe vieler Eltern konnte das Lager schnell wieder abgebaut werden, sodass sowohl die Teilnehmenden als auch die Betreuer bald unter ihre wohlverdiente warme Dusche kamen.

ha