Lokales

"Einer der wichtigsten Berufe"

In feierlichem Rahmen wurden in der Kapelle des Kirchheimer Schlosses 96 Fachlehreranwärterinnen und -anwärter zur Ausbildung im Seminar aufgenommen und vereidigt. Vor ihnen liegt eine zweijährige Ausbildungszeit, die mit der Staatsprüfung zum Fachlehrer für musisch-technische Fächer endet.

KIRCHHEIM In ihrem Grußwort hieß Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker die neuen Fachlehreranwärter in der Stadt Kirchheim willkommen und betonte die Bedeutung des Pädagogischen Fachseminars für die Schulstadt Kirchheim: "Wir werden alle politischen Möglichkeiten ausschöpfen, dass das Fachseminar und die Stadt Kirchheim eine Einheit bleiben." Fachseminar und Stadt gehörten zueinander.

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Angelika Matt-Heidecker ermutigte die neuen Fachlehreranwärter, sich ins Leben der Stadt und in Vereine einzubringen. Kirchheim mit seiner lebendigen Altstadt biete kulturelle Events und eine Vielfalt von Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Dass sich junge Menschen finden, die den Lehrerberuf ergreifen wollen, sei eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Denn Bildung sei Nachhaltigkeit. "Freuen Sie sich also", sagte Angelika Matt-Heidecker, "auf einen der wichtigsten Berufe für die Zukunft." Im Anschluss begrüßte auch Michael Schuster vom Ausbildungspersonalrat die Neuen, bot ihnen bei Bedarf Hilfe bei Anfangsschwierigkeiten und Fragen zur Ausbildung an und lud zu einer Kennenlernfeier am Abend ein.

Mit einem Zitat von Maxim Gorki, "Nicht im Kopfe, sondern im Herzen liegt der Anfang" wies die Leiterin des Pädagogischen Fachseminars, Oberstudiendirektorin Brigitte Heß, darauf hin, dass die zweijährige Fachlehrerausbildung Anstrengung, Durchhaltevermögen, Offenheit und Neugier erfordere, aber auch eine von Herzen kommende Beteiligung und Motivation. Das Seminar biete eine solide fachliche, fächerübergreifende, didaktische und pädagogische Ausbildung mit starkem schulpraktischen Anteil, denn "Unterrichten lernt man am besten durch möglichst viele Erfahrungen im eigenständigen Unterricht", so Heß. Nicht zuletzt baue man auf die beruflichen Vorerfahrungen der Fachlehreranwärter, ihre besonderen Begabungen und ihre Motivation für den Lehrerberuf.

Die Liebe zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sei eine grundlegende Voraussetzung für diesen Beruf. Hinzu komme, Fachwissen so zu lehren, dass es in realen Situationen angewandt und in Handlungen umgesetzt werden könne. Auch den Erziehungsauftrag gelte es in größerem Maße als früher wahrzunehmen.

Auf alle diese Aufgaben bereite das Fachseminar seine Anwärter gut vor, sagte Brigitte Heß. Gerade die musisch-technischen Fächer seien bei Schülern sehr beliebt, weil sie ein Gegengewicht zu den eher theoretisch orientierten Fächern bildeten. Und angesichts noch steigender Schülerzahlen, anstehender Pensionierungen und Ausbau der Ganztagesbetreuung könnten die Anwärter mit Zuversicht und Hoffnung auf gute Berufschancen ihre Ausbildung beginnen.

In guter Tradition wurde die Feier auch durch musikalische Darbietungen der Musikkurse gestaltet. Chor und Seminarband wurden für ihre Musikstücke mit viel Beifall bedacht . Highlight war sicher auch Timo Pfeffers Gesangssolo aus demMusical "Tanz der Vampire", begleitet am Klavier von Cornelia Bauer. Nachdem die künftigen Fachlehrerinnen und Fachlehrer auf ihre Rechte und Pflichten als Beamte des Landes Baden-Württemberg hingewiesen worden waren, wurden sie vereidigt.

gi