Lokales

Eingeklemmter Autofahrer und Brand im Motorraum

Die Schauübung der Feuerwehr Holzmaden lockte am Samstag zahlreiche Zuschauer an

Ein Verkehrsunfall in der Ortsmitte diente am Samstag der Feuerwehr Holzmaden als Übungsobjekt, um Menschenrettung und Brandbekämpfung zu simulieren. Viele Zuschauer wohnten dem Manöver bei und konnten sich ihr eigenes Bild von der Tatkraft der Wehr machen.

Eingeklemmter Autofahrer und Brand im Motorraum
Eingeklemmter Autofahrer und Brand im Motorraum

Holzmaden. Das von Max Dopatka und Benjamin Metzger ausgearbeitete Übungsszenario ging davon aus, dass es im Kreuzungsbereich vor dem Musikhaus am Platz zu einem Verkehrsunfall kam. Zwei Autos prallten aufeinander; ein Fahrzeug geriet dadurch in Seitenlage. Der Autofahrer wurde eingeklemmt und konnte sich nicht selbst befreien. Beim anderen Fahrzeug entstand ein Brand im Motorraum.

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Kurz nach der Alarmierung traf der Mannschaftstransportwagen am Unfallort ein. Einsatzleiter Max Dopatka erkundete mit seinem Führungsassistenten umgehend die Lage und erteilte Anweisungen an die Einsatzkräfte. Mit dem Mannschaftswagen wurden noch weitere Einsatzkräfte herbeigefahren.

Sofort nahm die Besatzung des Tragkraftspritzenfahrzeugs die Rettung der eingeklemmten Person in Angriff. Dafür schnitten die Männer mit der hydraulischen Schere und dem Spreizer das Autodach auf. Der Angriffstrupp übernahm bis zum Eintreffen der Sanitäter die Betreuung des Verletzten. Derweil sicherten die Mitstreiter das Fahrzeug mit Gurten und Hölzern gegen ein Umkippen. Andere stellten die Wasserversorgung sicher.

Kommandant Thomas Polster kommentierte den Übungsablauf, sodass die Zuschauer über die einzelnen Aktionen bestens im Bilde waren. Das Löschfahrzeug positionierte sich weiter nördlich in der Blumenstraße. Dessen Besatzung war für die Brandbekämpfung im Motorraum des zweiten Unfallfahrzeugs und den Aufbau der Wasserversorgung verantwortlich. Der dabei reichlich verwendete „Mittelschaum“ löschte bald die Flammen. Der Autofahrer hatte sich zuvor selbst befreien können. Um die Temperaturen am Brandherd zu senken, erfolgte eine Kühlung durch Wasser aus dem Strahlrohr.

Nach der geglückten Dachöffnung war das Vordringen der Helfer zur verletzten Person angesagt, das unter genauester Anleitung des Sanitätsdienstes erfolgte. Gefährliche Schnittstellen an der Karosserie wurden abgedeckt – es wurde alles unternommen, um Verletzungen auszuschließen. Der Eingeschlossene konnte schließlich befreit werden. Umgehend wurde der Gerettete auf einer Vakuummatratze zum Sammelplatz gebracht, wo ihn die Helfer der DRK-Bereitschaft Weilheim versorgten.

Selbstredend war auch die Jugendfeuerwehr mit von der Partie. Die eifrigen Mädchen und Buben sperrten die Zugangsstraßen zur Kreuzung und informierten Autofahrer über die Verkehrslage. Die Einsatzkräfte waren bald erfolgreich, sodass sich die Trupps nach einer guten halben Stunde den aufwendigen Aufräumarbeiten zuwenden konnten.

Bei der anschließenden Manöverkritik im Feuerwehrhaus freute sich Kommandant Polster über das gute Miteinander und ließ noch einmal das Manöver in Wort und Bild Revue passieren. Der offizielle „Beobachter“, Kommandant Reiner Preyß aus Ohmden, konnte kein Haar in der Suppe finden und hob die akribische Erkundung durch den Einsatzleiter hervor.

Auch Bürgermeisterin Susanne Jakob war von der Schauübung sehr angetan: „Mich faszinierte sowohl die Schnelligkeit als auch die Gelassenheit.“ Die Rathauschefin durfte anschließend noch 15 Feuerwehrleuten das Leistungsabzeichen in Bronze aushändigen, das diese am Samstagmorgen beim Wettkampf in Neuhausen errungen hatten. Mit einem Vesper wurde dann in den geselligen Teil der Veranstaltung übergeleitet.