Lokales

Eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, es geht ein Jahr zu Ende, in dem uns der Sport ein Sommermärchen bescherte, Deutschland die Lebensfreude entdeckte, das Ausland darüber und über die herzliche Gastfreundschaft die Augen rieb. 2006 war aber auch das Jahr des nicht endenden Terrorismus, der Ohnmacht der USA im Irak-Krieg, des Einsatzes deutscher Truppen gegen den Terrorismus, um die Menschenrechte zu gewährleisten.

2006 ist das Jahr, von dem nicht mehr von den Vorboten des Klimawechsels gesprochen wird. Das Elbe-Hochwasser im Frühjahr, die Aussage der Umweltministerin, dass der Tourismus sich auf das Ausbleiben von Schnee in den Mittelgebirgen und dem Alpenvorland einstellen muss oder das Schmelzen der Arktis verdeutlichen, dass der Klimawechsel eingetreten ist.

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Unser Land ringt um Reformen im Inneren. Allem voran um eine Gesundheitsreform, in der Gesundheit bezahlbar bleibt, vor allem aber für alle Teile der Gesellschaft geleistet werden kann. Froh stimmt die Nachricht einer wieder Tritt fassenden Wirtschaft, die die Arbeitslosenzahl knapp unter vier Millionen senkt. Im Bezirk Kirchheim sind 4,7 Prozent der Menschen ohne Arbeit, die geringste Zahl seit Jahren. Wir sind gefordert, Wege zu finden, um vor allem gerade die sogenannten schwervermittelbaren Menschen am Aufschwung der Wirtschaft teilhaben zu lassen.

Zum Jahresende berichteten die Medien über einen "Geldsegen für die Kommunen" dank sprudelnder Gewerbesteuereinnahmen. Auch die Stadt Kirchheim unter Teck partizipiert an der sich erholenden Wirtschaft. Dafür möchte ich unseren heimischen Unternehmen danken. Leider bedingen die Systematik des Finanzausgleiches und die Umlagenbelastung, dass gerade einmal 43 Prozent dessen, was in die Stadtkasse fließt, wieder abgeführt werden muss. Dies bei einem hohen Finanzbedarf, der in unserer Stadt gegeben ist. Ich verweise auf notwendige Infrastrukturmaßnahmen bei unseren Schulen, den Erhalt und der energetischen Sanierung der Hochbauten, eine Rauner-Sporthalle eines Hallenbades und der Straßensanierungen.

Auch im zurückliegenden Jahr mussten die Händlerschaft, die Einwohner wie die Besucher der Innenstadt aufgrund der Bautätigkeit am Schweinemarkt und am Alleenring mit teilweise starken Einschränkungen leben. Beleuchtungskonzept, teilweise Fertigstellung der Turmstraße sowie der östlichen Max-Eyth-Straße, aber auch des Alleenringes zeigen, wohin die Stadt sich nach der Fertigstellung entwickelt.

Das Gesicht unserer Stadt wird sich auch im kommenden Jahr stark verändern. Die Bebauung auf dem Kolb & Schüle-Gelände und der Neubau des Ärztehauses, der Umbau der Kolbstraße und die Sanierung der Tiefgarage Krautmarkt tragen dazu bei. Weiter werden wir das Ziel verfolgen, die Fuß- und Radwege entlang der Lauter voranzutreiben, um Kirchheim als "Stadt der Bäche" wieder erlebbar zu machen. Mit dem Aufstellen von Bebauungsplänen, aber auch dem Streben nach Sanierungsmitteln wird dem Wunsch der Ortsteile nach einer Weiterentwicklung Rechnung getragen.

Kirchheim ist eine der wenigen Städte in der Region Stuttgart, deren Einwohnerzahl wachsen wird. Wohnen in der Stadt für Alt und Jung, generationsübergreifend, aber auch das Zusammenführen von Arbeit und Wohnen wird daher umzusetzen sein. Im kommenden Jahr wird die "Kirchheimer Bildungsoffensive" gestartet, bei der die Grundlagen für eine umfangreiche und bedarfsgerechte Bildung, Erziehung und Betreuung gelegt werden sollen.

Ich freue mich auf die Sportentwicklungsplanung gemeinsam mit unseren Sportvereinen, um den Sport und die Bewegung als Grundlage der Gesundheit der Einwohner ebenfalls bedarfsgerecht neu auszurichten. Ebenso freue ich mich auf sportliche Großveranstaltungen im kommenden Jahr rund um den Radsport.

Es hat mich wieder tief beeindruckt, wie viele Menschen sich im zurückliegenden Jahr in den unterschiedlichsten Bereichen auf sehr unterschiedliche Art und Weise aktiv in die Bürgerkommune einbrachten. Ich bin tief davon überzeugt, dass die Bürgerschaft, der Gemeinderat und die Verwaltung gemeinsam den eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen werden.

Ich möchte all denen danken, die sich 2006 mit Rat und Tat in den Dienst der Allgemeinheit gestellt haben. Es ist mein Wunsch, dass wir auch 2007 bei allen kontrovers geführten Diskussionen immer wieder mit Blick auf das gemeinsame Ziel zusammenfinden, um das beste für unsere Stadt und die in ihr lebenden Menschen zu erreichen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen ein persönlich hoffnungsvolles und glückliches Jahr 2007. Einbeziehen möchte ich all diejenigen, die mit unserer Stadt verbunden sind, die gerne nach Kirchheim unter Teck kommen, weil sie ihnen eine Arbeitsstätte bietet oder weil Kirchheim unter Teck ihre bevorzugte Schul-, Kultur-, Sport- und Einkaufsstadt ist. Ihre Angelika Matt-Heidecker