Lokales

Einsatz für den Standort Kirchheim

Mit Briefen machen sich außer der Stadtverwaltung nun auch Politiker für das Päda-gogische Fachseminar in Kirchheim stark. Wie berichtet, überprüfen das Finanz- wie auch das Kultusministerium derzeit alle Seminar-standorte im Ländle unter "Ausbildungs-, Bedarfs- und Effizienzgesichtspunkten". Die Zusammenlegung von Standorten ist im Gespräch.

KIRCHHEIM An Ministerpräsident Erwin Teufel hat sich Andreas Schwarz gewandt, Stadt- und Kreisrat der Grünen. Er bittet um Berücksichtigung einiger Aspekte bei der anstehenden Prüfung. "Die Stadt Kirchheim stellt einen hervorragenden Standort für das Bildungswesen dar", führt Andreas Schwarz aus und weist darauf hin, dass durch die Unterbringung des Pädagogischen Fachseminars im Schloss und angrenzenden Gebäuden ein kleiner erweiterungsfähiger Campus entstanden sei. Weitere räumliche Kapazitäten stünden zur Verfügung. Zudem sei die Einrichtung durch die Verlängerung der S-Bahn ab 2007 noch besser zu erreichen.

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Das dichte Netz gut ausgestatteter Sporthallen und das städtische Frei- und Hallenbad führt der Stadtrat als Pluspunkte für die Lehrerausbildung an. Dank Partnerschulen, und guten Kontakten bieten sich "hervorragende Kooperationsmöglichkeiten". "Auf Grund der freien Kapazitäten und der hohen Zahl an Partnerschulen wäre es sogar möglich, Teile des Pädagogischen Fachseminars aus Schwäbisch Gmünd in Kirchheim anzusiedeln", formuliert Schwarz und bittet den Ministerpräsidenten, sich für den Erhalt der Einrichtung in Kirchheim einzusetzen.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Carla Bregenzer bittet Finanzminister Stratthaus "als Kirchheimer Abgeordnete und Bildungspolitikerin", "nicht aus kurzfristigen finanziellen Erwägungen bewährte Strukturen zu zerschlagen und die Stadt Kirchheim, die bereits durch die Verwaltungsreform eine Reihe von Einrichtungen verloren hat, in ihrer Mittelpunktsfunktion weiter zu schwächen." Ihr Appell, endlich die Sanierung des Fachseminars in Angriff zu nehmen, habe jedoch nicht nur "lokalpatriotische" Gründe, führt Bregenzer weiter aus und verweist ebenfalls auf das "große Netzwerk hervorragender Ausbildungsschulen, die auf kurzen Wegen zu erreichen sind". Dies sei in Schwäbisch Gmünd völlig anders, zumal sich dort auch noch die Pädagogische Hochschule im Wettbewerb um Ausbildungsschulen und -lehrer befinde. Somit hätte eine Verlagerung dorthin negative pädagogische Auswirkungen.

Carla Bregenzer schließt mit der Aufforderung an den Finanzminister, sich für Kirchheim stark zu machen. Aus Gesprächen wisse sie, dass das Kultusministerium als Fachministerium hinter dem Standort stehe. Bregenzer betont daher: "Ob der Standort erhalten bleibt, hängt somit an Ihnen."

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