Lokales

Einsatzleitwagen feierlich übergeben

In feierlichem Rahmen wurde der Freiwilligen Feuerwehr Weilheim von Bürgermeister Hermann Bauer ein neuer Einsatzleitwagen übergeben. Der Aufgabenerledigung im Bereich des Feuerwesens dient auch der zugleich beschaffte Verkehrssicherungsanhänger. "Das Warten hat sich gelohnt", kommentierte Kommandant Norbert Wahl sichtlich zufrieden die Beschaffungsmaßnahme.

RAINER STEPHAN

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WEILHEIM Wahren Grund zur Freude haben die Weilheimer Floriansjünger. Trotz knapper Kassen ist es der Verwaltung und dem Gemeinderat gelungen, zwei wichtige Fahrzeuge für die Wehr zu beschaffen. Nach 21-jähriger Nutzungszeit wird der vorhandene Einsatzleitwagen im Feuerwehrjargon "ELW" genannt durch ein neues Fahrzeug auf der Basis eines Volkswagens T5 ersetzt.

"Der Gemeinderat ist unbeirrt und mit großer Geradlinigkeit auf dem Weg geblieben", bezeichnete Bürgermeister Hermann Bauer den eingeschlagenen Kurs der Kommune, trotz angespannter Finanzlage des Weilheimer Haushalts die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr zu gewährleisten. Die für die Beschaffung des ELW 1 bereitgestellten 63 000 Euro seien zu verantworten und würden der Wehr gut tun. Das Land beteilige sich am Kauf mit einem Zuschuss von 20 500 Euro.

Der Schultes wies darauf hin, dass eine gut ausgebildete Mannschaft auch gutes Gerät brauche. Mit dem Satz "Wir sind stolz auf unsere Wehr" leitete er die Fahrzeugübergabe ein und händigte dem Kommandanten den Schlüssel für das 130 PS starke Fahrzeug aus.

Gleichzeitig wurde ein neuer Verkehrssicherungsanhänger, der auch zur Ölspurbeseitigung eingesetzt wird, seiner Bestimmung übergeben. Der 7 100 Euro teure Anhänger macht die Feuerwehr unabhängig von der Geräteausleihung beim Straßenunterhaltungsdienst und dient der wichtigen Eigensicherung.

Kommandant Norbert Wahl zeigte sich hocherfreut über die neuen Fahrzeuge und hob hervor, dass sich der ursprünglich weiße Einsatzleitwagen durch die leuchtrote Farbe entgegen der Befürchtung des Bürgermeisters "zu einem flotten Feuerwehrfahrzeug gemausert habe". Zum bereits erfolgten Einsatz des Verkehrssicherungsanhängers meinte er, "noch nie so viel entspannte Gesichter beim Nachteinsatz auf der Autobahn gesehen zu haben." Der Bürgerschaft versprach er, mit dem zur Verfügung gestellten Material sorgsam umzugehen und auch in Zukunft bestmögliche Hilfe zu bieten.

Der Stadt Weilheim attestierte Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich, "rechtzeitig die erforderlichen Schritte eingeleitet zu haben". Die bereits im Jahr 2002 erfolgte Zuschussbeantragung für den Einsatzleitwagen beschere der Stadt einen Vorteil bei der Förderung nach den alten Richtlinien in Höhe von 3 400 Euro. Bedauerlicherweise sei die Förderung des Anhängers nicht möglich gewesen, da es sich in Baden-Württemberg hier um kein Normfahrzeug handle. Das Land Bayern nehme hier eine Vorreiterrolle ein. Grußworte vom Autohaus Höger und Fahrzeugausstatter Renninger wiesen auf den von Engagement und Fachkenntnis geprägten Ablauf des Beschaffungsvorgangs durch die Stadtverwaltung und die Feuerwehr hin.