Lokales

Einsparung dank Austausch

Die EnBW Regional AG erhält von Lenningen einen Dienstleistungsvertrag für die Straßenbeleuchtung. Dazu entschloss sich der Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung nach langer Diskussion.

IRIS HÄFNER

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LENNINGEN So ganz nahmen die Gemeinderäte dem Vertreter der EnBW Regional in Kirchheim nicht ab, dass das offerierte Angebot ohne jedweden Hintergedanken bezüglich Stromverkauf ist. Da halfen auch alle Beteuerungen nichts ein "Gschmäckle" blieb so ziemlich bei jedem im Gremium haften.

Dem Gemeinderat lag ein Angebot der Kirchheimer Regional AG vor. Ausführlich stellte es der Mitarbeiter während der jüngsten Sitzung vor und sprach über technische Details wie beispielsweise den Unterschied zwischen sogenannten Quecksilberdampflampen ohne CE-Zeichen, die in Europa in Zukunft nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen, und Natriumdampfaustauschlampen.

Durch den Austausch von rund 1200 Straßenlampen in Lenningen werden 21 Prozent des Energieverbrauchs eingespart, was eine Reduzierung der

CO2-Belastung von 73 Tonnen bedeutet. In dem Dienstleistungsvertrag, der nur über die Laufzeit von vier Jahren angeboten wird, sind neben diesem Austausch auch Reinigung, Kontrollen, Instandhaltung beziehungsweise Instandsetzung und die Dokumentation mit enthalten.

"Wo ist die Crux?" fragte sich der gesamte Gemeinderat, einschließlich Bürgermeister Michael Schlecht. Dass ein Stromanbieter Angebote offeriert, die Energieeinsparungen zur Folge haben, verwunderte gerade in Zeiten der offen zur Schau getragenen Gewinnmaximierung zahlreicher Unternehmen, insbesondere der Energiekonzerne.

Da aber dank des Angebots Energie und somit auch Geld für die Gemeinde Lenningen eingespart werden kann, entschied sich das Gremium bei einer Gegenstimme für den Dienstleistungsvertrag mit der EnWB Regional AG.