Lokales

Einstimmung auf Advent

NEIDLINGEN Es kamen viele erwartungsfrohe Konzertbesucher in die Neidlinger Kirche und genau diese Erwartung war das Thema dieses Konzertabends: das Kommen des Herrn. So brachte das Terzett-Stück "Meine Seele erhebt den Herrn" von Georg Philipp Telemann einen ersten Glanzpunkt in das Dunkel der Adventszeit. Die hellen, wohlgeformten Sopranstimmen von Barbara Marxt und Griselde Walter wurden wohltuend umrahmt von der warmen Bass-Stimme von Peter Schinko. Der erste Chor-Auftritt mit "Übers Gebirg Maria geht" zeigte, wie klangschön dieser Neidlinger Kirchenchor mittlerweile geworden ist.

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Pfarrerin Löffler-Adam sprach die hinführenden Worte vor jeder musikalischen Darbietung. Im Mittelpunkt des Konzertabends stand die Kantate Nummer 61 von Johann Sebastian Bach. Dieses Jugendwerk besticht durch seine anfänglich schlichte Darstellung der ersten Strophe des Luther-Liedes "Nun komm der Heiden Heiland" und endet mit dem leuchtenden Abgesang der letzten Strophe von "Wie schön leuchtet der Morgenstern".

Dazwischen fügte sich Rezitativ und Tenor-Arie "Komm Jesu, komm zu deiner Kirche" wunderschön gesungen von Alexander Uli und einfühlsam begleitet von Eva-Maria Ruoß am Cembalo. Das Bass-Rezitativ "Siehe, ich stehe vor der Tür" schloss sich an. Peter Schinko sang es ausdrucksstark und ließ sich tragen von den gleichmäßigen, wie Pendelschläge klingenden Piccicato-Akkorden der Streicher.

Es folgte eine schlichte, kindlich fromme Sopran-Arie "Öffne dich mein ganzes Herze", Stefanie Ernst hatte dafür genau das richtige musikalische Gespür und brachte mit ihrer schönen Stimme die eigentliche adventliche Aufforderung zum "sich öffnen" gelungen zum Ausdruck.

Bekräftigend folgte der Schlusschor, begleitet vom jubelnden Klang der Streicherstimmen. Unter der Leitung von Bernd Walter war der Abend eine gelungene Einstimmung in die Adventszeit.

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