Lokales

Einstürzendes Gerüst verletzt zwei Bauarbeiter

Eine nicht alltägliche Aufgabenstellung erwartete die Owener Feuerwehr bei ihrer jüngsten Hauptübung: Bei einem Arbeitsunfall wurden zwei Arbeiter durch ein umstürzendes Gerüst verletzt, zudem brach in einer Lagerhalle ein Feuer aus.

OWEN Als im Jahre 2003 der Owener Feuerwehr ihr neues Löschfahrzeug LF 16/12 mit technischem Hilfeleistungssatz übergeben wurde, war dies in der Owener Wehr ein Novum, hatte man doch seither ohne diesen Hilfeleistungssatz auskommen müssen. Doch die folgenden Übungseinsätze ließen bald erkennen, wie wertvoll dieses Fahrzeug sein kann. Unter diesem Aspekt wurde auch die jüngste Hauptübung abgehalten. Übungsannahme war ein unsachgemäß aufgebautes Gerüst, das bei Fassadenarbeiten einstürzt. Ein Arbeiter wird unter dem Gerüst eingeklemmt, ein weiterer versucht sich durch einen Sprung zu retten und stürzt dabei in ein Armiereisen. Ein zu Hilfe eilender Arbeiter lässt in der Halle einen Heizstrahler unbeaufsichtigt zurück, wodurch es in der Lagerhalle zu einem Brand kommt.

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Dieses Szenario wurde von den Führungskräften der Owener Feuerwehr ausgearbeitet und auf dem Betriebsgelände der Firma Gerhard Däschler in der Schießhüttestraße durchgeführt. Kommandant Markus Taxis, der vor Ort die zahlreich erschienenen Zuschauer über den Übungsablauf informierte, ließ über die Feuerwehrleitstelle Esslingen die Feuerwehr Owen per Funkmelder alarmieren. Nach dem Eintreffen des Mannschaftstransportwagens mit dem Einsatzleiter, wurde die Lage erkundet und sofort die Nachalarmierung der Löschgruppenfahrzeuge "LF 16" sowie "LF 8" und der DRK-Bereitschaft Lenninger Tal veranlasst.

Aufgabe der Mannschaft des Löschgruppenfahrzeugs "LF 16/12" war die Rettung des eingeklemmten Arbeiters unter dem Gerüst. Hierbei wurden der hydraulische Spreizer und die Hebekissen von den Feuerwehrleuten fachgerecht eingesetzt. Ein weiterer Trupp war damit beschäftigt, mit der Motorsäge Rüstholz zuzuschneiden, um das Gerüst sicher zu unterbauen. Parallel dazu wurde der zweite verletzte Arbeiter von den Helfern der DRK-Bereitschaft Lenninger Tal unter Mithilfe der Feuerwehr versorgt und aus seiner misslichen Lage befreit.

Nachdem die "Menschenrettung" weitgehend abgeschlossen war, erschien plötzlich der Arbeiter aus der Lagerhalle und meldete den Brand. Die Mannschaft des Löschfahrzeugs "LF 8" war somit gefordert, einen Löschangriff aufzubauen. Ein Trupp unter Atemschutz begab sich zur Erkundung in das Gebäude. Unterstützt wurde dieser Trupp durch zwei Kameraden der Werkfeuerwehr Scheufelen, die mit ihrer Wärmebildkamera wertvolle Hilfe leisteten. Mit dieser Kamera konnte überprüft werden, wo sich der Brandherd in der verrauchten Halle befand und ob sich noch weitere Personen in dem Gebäude aufhielten. Dies war jedoch nicht der Fall und somit konnte mit einem Innenangriff der Brand erfolgreich gelöscht werden. Mit einem zusätzlichen Strahlrohr wurde das Gebäude von außen abgesichert. Die mit einbezogene Jugendfeuerwehr konnte im aufgebauten Wassersack die erhitzten Gasflaschen kühlen.

Bei der anschließenden Manöverkritik im Owener Feuerwehrhaus ließ Kommandant Markus Taxis den Übungsablauf Revue passieren. Der aus der Nachbargemeinde Bissingen eingeladene Kommandant Bernhard Greiner fand lobende Worte für den realistisch durchgeführten Übungsablauf. Er lobte die Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit mit dem DRK. Auch Bürgermeister Roser konnte sich seinen Worten anschließen und bekundete die volle Unterstützung der Wehr seitens der Stadt Owen. Auf die immer wieder gute Zusammenarbeit verwies auch Heinz Schmollack, Bereitschaftsleiter der DRK-Bereitschaft Lenninger Tal und meinte: "Das war ein anspruchsvoller, nicht alltäglicher Einsatz."

us