Lokales

Eisenbahn-Bundesamt als Bremser

Neugestaltung der Ortsmitte Unterlenningen

Die Sanierung der Ortsmitte Unterlenningen rückt nun doch in greifbare Nähe. Der Gemeinderat beauftragte ein Ingenieurbüro mit der Planung.

Iris Häfner

Lenningen. Als großer Bremser entpuppte sich bislang das Eisenbahn-Bundesamt bezüglich der Landessanierungsmaßnahme „Ortsmitte Unterlenningen“. Jetzt machte Lenningens Bürgermeister Schlecht erste zarte hoffnungsvolle Anzeichen aus, dass nach Jahren des Stillstands doch noch Bewegung in die Sache kommt. „Wir wollen gerne glauben, dass sich bei der Bahn etwas tut. Doch immer wenn etwas konkret zur Sprache kommt, wird das Gespräch ausweichend“, hegt der Schultes insgeheim dann doch noch Zweifel.

Neben der mangelhaften Verkehrssicherheit läuft bezüglich der Planung die Zeit davon. Nun ruhen seine Hoffnung auf einem Gespräch mit dem Eisenbahn-Bundesamt, das in diesen Tagen stattfinden soll. „Die Planung muss forciert werden“, ist sich Michael Schlecht im Klaren.

Karl-Heinz Griesinger, Leiter des Tiefbauamts, sprach von einem zähen Ringen seit dem Jahr 2005. Viele Gespräche, aber auch Ausführungen gab es in dieser Angelegenheit schon. Ein Ingenieurbüro wurde damals mit der Planung beauftragt. Es ging und geht um die Neugestaltung der Engelhofstraße und des Schulgartens mit kleinem Festplatz vor der Turn- und Festhalle, die Umgestaltung der Bahnübergänge Brunnenstraße und Engelhofstraße sowie um den zusätzlichen Fußgängerüberweg vom Schulgarten zur Badstraße. Jetzt soll die Planung festgezurrt werden, damit mit den Arbeiten 2010 begonnen werden kann.

„Das hat finanzielle Auswirkungen für dieses Jahr, weil wir dafür keine Mittel eingestellt haben“, erklärte der Tiefbauamtsleiter. Die Summe beläuft sich auf 85 000 Euro. Der schwierige Sachverhalt verlange, dass schon heuer die Planungen in trockene Tücher gebracht werden. „Ohne Vorleistungen gibt es keinen Vertrag. Wenn die Unterschrift dann geleistet ist, können die Kosten gedrittelt werden“, erklärte Karl-Heinz Griesinger auf Nachfrage von Karl Boßler. Insgesamt gehen die Planer von Kosten in Höhe von rund 1,14 Millionen Euro aus, die sich zu gleichen Teilen Bund, Bahn und Gemeinde teilen.

Zweifel an einer zügigen Abwicklung hegt Georg Zwingmann. „Ich habe noch immer den Vorgang am Oberlenninger Bahnhof in schlechter Erinnerung“, sagte er. Viel zeitlichen Spielraum sieht er nicht mehr.

Erika Biedermann-Keck, Amtsleiterin des Bauverwaltungsamts, zeigt sich wie Michael Schlecht vorsichtig optimistisch. „Wegen der Teckbahn, deren Planung im nächsten Jahr in Angriff genommen werden soll, ist nun ein potenzielles Interesse auch vonseiten der Bahn da“, sieht sie die Angelegenheit nicht mehr so aussichtslos.

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