Lokales

EKG-Beweis: Raucher oder nicht?

KIRCHHEIM Das Berufskolleg Technik und Medien der Max-Eyth-Schule besuchte das Kreiskrankenhaus in Kirchheim. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler freundlich von Norbert Nadler, dem stellvertretenden Pflegedirektor, begrüßt. Er führte die Gäste auf dem Weg eines Unfallpatienten durch seine Klinik. So begann der Rundgang in zirka 20 Meter Höhe auf dem Dach des Krankenhauses. Die Patienten, die in lebensgefährlichem Zustand sind, kommen nämlich mit dem Hubschrauber an.

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Vom Landeplatz aus wird der Patient in den so genannten Schockraum transportiert, um ihn weiter zu untersuchen. Zur genaueren Untersuchung dient unter anderem der Röntgenraum. Hier sind die Wände aus Strahlenschutzgründen zusätzlich mit Blei verstärkt, da die Strahlung zum Schutz der Mitarbeiter eingedämmt werden muss. Die Einrichtung hat laut Norbert Nadler zirka eine Million Euro gekostet.

Spannend wurde es dann auf der Intensivstation. In einem Zimmer wurde ein Schüler an ein EKG angeschlossen. Mittels der Verkabelung wurde nicht nur sein Herzschlag ermittelt, sondern auch, dass er Nichtraucher ist. Wie das geht? Durch eine Fingerklammer aus Gummi wurde sein Sauerstoffgehalt im Blut gemessen. Dieser betrug 98 von 100 Prozent. Bei einem Raucher hingegen liegt der Wert deutlich niedriger.

Nun stand das Labor zur Besichtigung an. Hier hätten Vampire, wenn es denn welche gäbe, ihre wahre Freude, befindet sich doch dort ein Blutschrank. Er dient zur Aufbewahrung der Blutproben. Urin und Blut werden im Labor untersucht um he-rauszufinden, an welcher Krankheit der Patient leidet. Bei Verkehrsunfällen ist es natürlich auch wichtig festzustellen, ob Alkohol oder Drogen mit im Spiel waren. Permanent hört man die Maschinen rotieren, die einen Großteil der Labortätigkeiten verrichten.

Danach führte der Weg in die Tiefen des Krankenhauses. Im dortigen Keller befinden sich die Lagerräume, in denen neben Medikamenten und ärztlichem Zubehör auch alles andere zu finden ist, was im Krankenhausalltag benötigt wird. Ein warmer Schwall Luft umgibt einen im Heizraum. Dieser eher kleine Raum versorgt das ganze Krankenhaus mit Warmwasser.

Abschließend konnte noch ein Blick in das Trauerzimmer und den Aufbahrungsraum geworfen werden. Abseits des üblichen Klinikbetriebes mit all seiner Hektik haben die Angehörigen dort die Möglichkeit, sich in Ruhe von dem Toten zu verabschieden. Trotz aller medizinischen Möglichkeiten kann eben nicht jeder Patient geheilt werden, was spätestens hier jedem noch einmal deutlich wurde.

Trotz der netten und informativen Führung durchs Krankenhaus bleibt den Schülern die Hoffnung, selbiges nicht so schnell wieder (als wirklicher Patient) erleben zu müssen.

Schüler des BVJ

Max-Eyth-Schule